Millionenerbe: Angeklagte könnten ohne Verurteilung davonkommen

mlzLandgericht Bochum

Ein Ehepaar aus Castrop-Rauxel muss nach einer nicht versteuerten Millionenschenkung möglicherweise nicht mit einer Verurteilung rechnen. Glücklich wird das Paar trotzdem nicht sein.

Castrop-Rauxel / Bochum

, 17.11.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um eine nicht versteuerte Schenkung in Millionenhöhe zeichnet sich eine einvernehmliche Lösung ab. Gericht und Staatsanwaltschaft haben am Montag signalisiert, dass das Strafverfahren auch mit einer Einstellung zu Ende gehen könnte.

Damit würde das angeklagte Ehepaar aus Castrop-Rauxel auch weiterhin als nicht vorbestraft gelten.

Motorräder und Immobilien bereits versteigert

Nachdem bereits exklusive Motorräder aus der Sammlung des Paares und auch einige Immobilien zwangsversteigert worden sind, regten die Richter am Bochumer Landgericht an, das Strafverfahren gegen Zahlung von rund 150.000 Euro einzustellen.

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Dieser Betrag könnte noch um rund 130.000 Euro gekürzt werden, wenn die bereits akzeptieren, aber möglicherweise gar nicht angefallenen Umsatzsteuerschulden in gleicher Höhe nicht nachträglich doch noch einmal juristisch angegriffen werden würden. Der ein Jahr jüngere Ehemann könnte aus Sicht der Staatsanwaltschaft möglicherweise sogar mit einem Freispruch rechnen.

Ehemann könnte sogar mit Freispruch rechnen

Wie berichtet hatte die 59-jährige Frau rund 1,3 Millionen Euro Bargeld und mehrere Immobilien geschenkt bekommen, ohne die Schenkung dem Finanzamt zu melden. Das Geld wurde nach Angaben der Eheleute vor allem in exklusive Oldtimer-Motorräder investiert.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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