Es tut sich etwas an der Widumer Straße: Im Neubau des Marcel-Callo-Hauses werden gerade die Fenster eingebaut. © Thomas Schroeter
Widumer-Tor-Projekt

Millionenprojekt Marcel-Callo-Haus macht wieder Fortschritte

Eigentlich sollte das Team des Marcel-Callo-Hauses längst umgezogen sein. Doch der Zeitplan geriet ins Stocken. Jetzt aber tut sich etwas im Neubau und ein Umzugstermin ist ins Auge gefasst.

Viel Sichtbares getan habe sich zuletzt nicht, gibt Meinolf Kopshoff zu, als wir ihn auf den Baufortschritt am Widumer Tor ansprechen. Der Neubau, der an der Ecke Widumer Straße/Schillerstraße direkt neben dem kleinen Lehrerparkplatz des Adalbert-Stifter-Gymnasiums entsteht, hängt hinter dem Zeitplan zurück.

2,5 Millionen Euro werden hier für einen weiteren Bauabschnitt des Widumer-Tor-Projekts investiert, das auch als Bildungscampus bekannt geworden ist. Dahinter steckt die Idee, städtische und kirchliche Einrichtungen für Kinder, Jugend, Familien und Senioren zusammenzuführen.

Erster Bauabschnitt schon lange fertig

Die Kindertagesstätte St. Rochus ist als erster Bauabschnitt schon lange fertig. In den zweiten Bauabschnitt sollen nun das Marcel-Callo-Haus und Mitarbeiter des städtischen Familienbüros einziehen, die zurzeit an zwei Standorten arbeiten. Außerdem wird der Neubau Heimat des Pfarrbüros der Gesamtpfarrei im Pastoralverbund Süd. Die Nutzungsfläche des Gebäudes beträgt 400 Quadratmeter und ist verteilt auf zwei Etagen.

Meinolf Kopshoff ist Vorsitzender des Gesamt-Pfarrgemeinderates (GPGR) für den Pastoralverbund und quasi untrennbar mit dem Projekt verbunden. „Und in den letzten Monaten habe ich dabei wieder einmal mehr als ausgiebig erfahren, wie problematisch es bei einem solchen Bauvorhaben werden kann“, erzählt der Mann, der als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Trägerwerks der Georgspfadfinder eng mit dem Marcel-Callo-Haus (MCH) verbunden ist.

Das sollte eigentlich längst im Neubau untergebracht sein. Eigentlich war ein Umzug schon im September angepeilt, später hoffte MCH-Leiterin Claudia Wieser auf einen Neuanfang im Neubau im Februar oder März 2021.

Derzeit werden die Fenster eingebaut

Aber auch daraus wird nichts, wie Meinolf Kopshoff nun gestehen muss. Neues Ziel ist demnach eine Fertigstellung des Baus im April oder Mai. „Aber der Stillstand ist vorbei, jetzt tut sich wieder etwas“, freut sich Kopshoff. Die lange erwarteten Fenster seien endlich eingetroffen und werden jetzt eingebaut. „Das soll ruck-zuck gehen, hat man uns zugesagt“, erzählt er weiter.

Und wenn die Fenster montiert sind und der Bau damit dicht ist, könne man an die Estricharbeiten und dann nach und nach an den restlichen Innenausbau gehen. Man sei dann nicht mehr vom Wetter abhängig.

Das alte Marcel-Callo-Haus (l.) wird abgerissen, wenn das neue fertig ist. Es macht dann Platz für einen Spielplatz des Rochus-Kindergartens (r.).
Das alte Marcel-Callo-Haus (l.) wird abgerissen, wenn das neue (im Hintergrund Mitte) fertig ist. Es macht dann Platz für einen Spielplatz des Rochus-Kindergartens (r.). © Thomas Schroeter © Thomas Schroeter

„Zum Glück ist das alte Callo-Haus nicht abgerissen worden“, zeigt sich Kopshoff in der Hinsicht erleichtert. Außerdem kann in Corona-Zeiten die Jugendarbeit nur auf Sparflamme laufen. Wenn der Neubau fertig ist, sieht das hoffentlich wieder anders aus. Und dann kann auch das alte MCH platt gemacht werden und an seiner Stelle ein großer Spielplatz für die St.-Rochus-Kita entstehen.

Mit dem Neubau des Jugendzentrums wären zwei Drittel des Widumer-Tor-Projekts verwirklicht. In einem dritten Bauabschnitt steht ein viergeschossiges Mehrgenerationen- und Multikulturenhaus an. Dieses Gebäude soll auf der Ecke an der Widumer Straße errichtet werden und könnte direkt an den zweiten Bauabschnitt andocken.

Pandemie bremst weitere Planungen aus

Aber auch hier spielt die Corona-Pandemie eine Rolle. Denn wie Meinolf Kopshoff weiter ausführt, habe der Gesamt-Pfarrgemeinderat des Pastoralverbundes lange nicht mehr tagen können und so sei auch die Entwicklung des Projekts ins Stocken geraten.

„Und das, was hier in der Altstadt entsteht, muss ja ins Konzept aller Gemeinden im Verbund passen“, so Kopshoff, damit der gesamte pastorale Raum profitiere. Da man nicht auf Videokonferenzen setze, hänge man hier leider in der Zeit, „die Pandemie lässt uns hier nicht so arbeiten, wie wir es wollen“, bedauert der GPGR-Vorsitzende.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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