Mit der Schmusedecke ans Ziel

CASTROP-RAUXEL Das Festival hat viele Hundebesitzer angelockt. Insgesamt 750 Hunde werden in 80 Rasse-Variationen an der beiden Tagen zur Schau gestellt.

von Von Volker Engel

, 27.01.2008, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unter den strengen Blicken der Preisrichter mussten Halter und Hund zittern.

Unter den strengen Blicken der Preisrichter mussten Halter und Hund zittern.

Lässig tänzelt Youngster durch den Ring. Seine Augen sind wachsam, wandern von rechts nach links, seine Bewegungen geschmeidig. Doch dann das: Aus der Ecke hält der Coach ein kleines Handtuch hoch. Wird er es werfen? Bedeutet es das Aus für Youngster?

Nein. Ganz im Gegenteil. Denn wir befinden uns nicht beim Boxen sondern auf dem Festival der Rassehunde in der Europahalle. Youngster heißt mit vollem Namen Youngster von der Hohen Flur und ist ein Welsh Terrier. Im Moment kämpft er um die Gunst der Preisrichter. Der Coach ist Herrchen Jürgen Göthel, der mit der kleinen Schmusedecke um die Aufmerksamkeit seinen Schützling bemüht ist.

Aussteller aus Holland

Die beiden sind extra für diesen Tag aus Holland angereist. „Wir sind schon recht früh losgefahren, um dabei zu sein“, erklärt der Züchter.

Über 25 Mal schon bittet der Veranstalter OG Dortmund zum großen Festival, zum 15. Mal hier in Castrop-Rauxel. „Unsere Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus Holland, Belgien, Schweiz und Frankreich“, berichtet die Zuchtschauleiterin Eleonore Brackwehr. Vergeben werden an diesem Wochenende die Anwartschaften „Zum Deutschen Champion“, „Zum Jugendchampion“ und „Zum Deutschen Champion“.

Extoten dabei

Neben den bekannten Rassen sind auch einige Exoten wie der Dandie Dinmont Terrier oder der Irish Glen of Imaal anwesend. Und ein Do Khy. „Der Do Khy ist eigentlich eine Tibetdogge. Aber im Zuge der Kampfhundeverordnung wurde diese Rasse verboten. Deshalb bekam er einen neuen Namen und darf so wieder starten“, so Brackwehr.

Trotz der vielen Hunde ist es erstaunlich ruhig in der Halle. Kaum ein Bellen oder Kläffen ist zu hören. Kein Wunder, die meisten Hunde sind von der Anreise müde oder werden auf ihren Auftritt vorbereitet. Und da heißt es stillstehen. Ein Stylist rückt den Wettkämpfer mit zahlreichen Mitteln, die stark an einen Friseurwettbewerb erinnern, ins rechte Licht.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Auch Jürgen Göthel ist zufrieden mit Youngster. Doch für eine Siegesfeier bleibt keine Zeit. Denn nun muss sein zweiter Schützling in den Ring. 

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