Mit diesen drei Geschenke-Ideen können Sie an Weihnachten punkten. © Grafik: Martin Klose / Fotos: Freddy Schneider
Mit Anleitungen

Mit Weihnachts-Geschenken auf den letzten Drücker punkten

Wenn Weihnachten plötzlich vor der Tür steht und die Läden geschlossen sind, können fehlende Geschenke zum großen Problem werden. Mit diesen drei Ideen schenken Sie noch etwas Passendes.

Weihnachten kommt wie jedes Jahr – ziemlich plötzlich. Und wer bis jetzt noch keine Geschenke für die Liebsten hat, scheint der Verzweiflung nahe zu sein. In diesem Jahr ist das Corona-bedingt noch schlimmer als sonst. Die typischen Geschäfte für Geschenkartikel sind dicht. Und ohne wenigstens ein kleines Mitbringsel möchte man ja doch nicht bei den Verwandten auftauchen.

Oft sind es die kleinen Gesten, die uns zeigen, dass unsere Mitmenschen an uns denken. Mit diesen drei einfachen, schnellen und günstigen Ideen stehen Sie an Weihnachten gut dar. Sie müssen ja niemandem erzählen, dass Sie nicht selbst auf die Ideen gekommen sind.

Ingwer-Shots selbst machen

Die Idee: In der Winterzeit sind Vitamine besonders wichtig für unsere Gesundheit. Und gerade jetzt, während der Corona-Pandemie, ist es eine schöne Idee, selbst einen vitaminreichen Saft zu machen, um ihn an Weihnachten zu verschenken.

Mit diesem Ingwer-Shot verbinden wir den gesundheitlichen Aspekt mit der Idee, ein Geschenk selbst zu gestalten.
Hinweis: Wer kein Ingwer mag, kann alternativ einen Apfel auspressen und diesen Saft nehmen.

Das brauchen Sie:

  • Ingwerknolle
  • 3 bis 4 Orangen
  • 2 bis 3 Zitronen
  • etwas Wasser
  • leere, verschließbare Glasflasche (circa 0,5 Liter)
  • Saftpresse
  • Messer und Brettchen
  • Sieb
  • zwei Schüsseln
  • Mixer
  • Trichter
  • Löffel

So setzen Sie die Idee um:

Zunächst werden die Zitronen und Orangen halbiert. Danach wird der Saft aus den Hälften mit der Presse gewonnen. Der gewonnene Saft wird in einer Schüssel gesammelt. Mit dem Sieb fischen Sie das Fruchtfleisch aus dem Saft, wenn Sie es nicht mögen.

Fotostrecke

Anleitung: Ingwer-Shots zu Weihnachten verschenken

Anschließend schneiden Sie die Ingwerknolle in Stückchen. Die Ingwer-Stückchen mit dem Mixer zerkleinern und etwas Wasser hinzufügen – mixen, bis eine Art Maische entsteht.

Nun sieben Sie die Ingwer-Maische, sodass Sie hellgelben, puren Ingwer-Saft gewinnen, den Sie mit dem Orangen- und Zitronen-Saft mischen.

Mit dem Trichter füllen Sie den Saft in eine saubere, verschließbare Flasche. Fertig. Wer besonders auftrumpfen möchte, gestaltet noch ein eigenes Etikett und klebt es auf die Flasche. Eine Schleife hübscht das Geschenk außerdem auf.

Mit einem eigenen Etikett macht der Gesundheitstrunk einiges her.
Mit einem eigenen Etikett macht der Gesundheitstrunk einiges her. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Der Saft hält sich im Kühlschrank circa 10 Tage und sollte schnell aufgebraucht werden. Vor dem Trinken gut schütteln.

Fazit: Die Zutaten haben rund 4 Euro gekostet. Die Zutaten und die Utensilien zur Herstellung haben die meisten eh zu Hause. Urteil der Kollegen: „Lecker!“ und „Gar nicht so scharf, wie ich dachte!“

Pflanzen-Ableger machen

Die Idee: In diesem Jahr haben wir viel Zeit zu Hause verbracht. Darum sollte es dort möglichst gemütlich sein. Dabei helfen Pflanzen!

Doch: Wer nicht extra eine Pflanze kaufen möchte, um sie an Weihnachten zu verschenken, kann auf diese günstige Idee zurückgreifen und selbst Ableger machen.

Ganz schön lang geworden: Die Pflanze von Redakteurin Freddy Schneider ist ziemlich wild gewachsen.
Ganz schön lang geworden: Die Pflanze von Redakteurin Freddy Schneider ist ziemlich wild gewachsen. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Im besten Fall haben Sie eine Pflanze zu Hause, die pflegeleicht ist und eine „Stutzung“ ohnehin gut vertragen könnte. In diesem Beispiel arbeiten wir mit einer Kletterpflanze: der Efeutute. Sie ist sehr lang geworden und schreit förmlich danach, beschnitten zu werden.

Das brauchen Sie:

  • eine geeignete Pflanze
  • sauberes, scharfes Messer
  • Gläser
  • Wasser

So setzen Sie die Idee um: Die „Mutterpflanze“ sollte schöne, lange Ästchen mit Blättern gebildet haben. Mit dem sauberen Messer können geeignete Ästchen vorsichtig abgeschnitten werden.

So sieht die “Mutterpflanze” nach dem Abschneiden von Ästchen aus. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Achtung: Nehmen Sie ein sauberes Messer und überlegen Sie genau, wo Sie das Messer ansetzen möchten. Am besten oberhalb eines Blattes. Knipsen Sie vorsichtig mit dem Messer Ästchen mit einigen Blättern ab.

Knipsen Sie vorsichtig mit dem Messer einige Pflanzenästchen ab.
Knipsen Sie vorsichtig mit dem Messer einige Pflanzenästchen ab. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Entfernen Sie das unterste Blatt am Ende des abgeschnittenen Astes. Füllen Sie Wasser in ein leeres Joghurt-Glas und setzen die Pflanze hinein.


Jetzt beginnt das Schwierigste: warten. Die Pflanze wird in dem Wasser wurzeln. Das kann einige Wochen dauern. Erst danach sollte die Efeutute eingepflanzt werden. Das Einpflanzen müsste also der oder die Beschenkte übernehmen.

Lassen Sie am Ende der Pflanze circa fünf Zentimeter frei (ohne Blätter), damit sie wurzeln kann.
Lassen Sie am Ende der Pflanze circa fünf Zentimeter frei (ohne Blätter), damit sie wurzeln kann. © Freddy Schneider © Freddy Schneider
Der abgeschnittene Ableger findet Platz in dem Joghurt-Glas, das mit Wasser gefüllt ist. Eine Schleife drum, Namensschild drauf - fertig ist das Last-Minute-Geschenk zu Weihnachten.
Der abgeschnittene Ableger findet Platz in dem Joghurt-Glas, das mit Wasser gefüllt ist. Eine Schleife drum, Namensschild drauf – fertig ist das Last-Minute-Geschenk zu Weihnachten. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Schöner Nebeneffekt: Die „Mutterpflanze“ ist frisch gestutzt. Da kommt beinahe das „Frisch-vom-Friseur“-Gefühl auf, oder?

Schöner Nebeneffekt: Die Efeutute ist frisch gestutzt.
Schöner Nebeneffekt: Die Efeutute ist frisch gestutzt. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Fazit: Die wohl einfachste und günstigste Weihnachtsgeschenk-Idee. Ist aber wohl nur für Menschen mit grünem Daumen ein schönes Geschenk.

Windlichter basteln

Die Idee: In der dunklen Jahreszeit sind Windlichter besonders schön anzuschauen. Mit wenig Mitteln können auch Sie Windlichter basteln und Wärme verschenken.

Das brauchen Sie:

  • am besten Gläser für Teelichter (es gehen natürlich auch Marmeladen-Gläser oder Ähnliches)
  • buntes Transparentpapier
  • Schere
  • Holz-Klebe und leeres Gefäß
  • Pinsel
  • altes Zeitungspapier
  • etwas Wasser

So setzen Sie die Idee um: Zunächst bereiten Sie Ihre Arbeitsfläche vor und breiten Zeitungspapier großzügig aus.

Mischen Sie den Holz-Kleber mit ein wenig Wasser in einem leeren Gefäß, sodass sich die Klebe verdünnt.

Das benötigen Sie: Schere, Klebe, Transparentpapier, Gläser und im besten Fall ein bisschen Zeitungspapier, um die Arbeitsfläche vor klebrigen Schmierereien zu schützen.
Das benötigen Sie: Schere, Klebe, Transparentpapier, Gläser und im besten Fall ein bisschen Zeitungspapier, um die Arbeitsfläche vor klebrigen Schmierereien zu schützen. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Schneiden Sie nach Belieben buntes Transparentpapier in kleine Schnipsel oder Streifen und kleben diese auf das Glas.

Tipps: Am besten stellen Sie das Glas auf den Kopf und arbeiten „vom Fuß“ nach oben. So entsteht keine Sauerei. Besonders schön wirken die Gläser, wenn die Farben aufeinander abgestimmt sind. Trauen Sie sich ruhig, einige Schnipsel überlappend aufzukleben. Dabei entsteht ein besonders schönes Licht.

Mit ein wenig Tannengrün wirken die Windlichter noch gemütlicher als sie es ohnehin sind.
Mit ein wenig Tannengrün wirken die Windlichter noch gemütlicher, als sie es ohnehin sind. © Freddy Schneider © Freddy Schneider

Stellen Sie das vollständig beklebte Glas zum Trocknen hin. Es reicht vollkommen, wenn Sie das Glas von außen bunt bekleben.

Nach dem Trocknen müssen Sie nur noch ein Teelicht reinstellen und können das schöne Licht bestaunen.

Fazit: Für dieses Geschenk ist Fingerspitzengefühl gefragt. Besonders Großeltern freuen sich über Windlichter, die ihre Enkelkinder gestaltet haben.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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