Modernere Waggons für Emschertalbahn geplant

Höhenunterschied ausgleichen

Um ihren Kunden das an Akrobatik grenzende Ein- und Aussteigen am Bahnhof Castrop-Rauxel Süd zu ersparen, will die Deutsche Bahn noch im ersten Halbjahr 2016 modernere Waggons auf der Emschertalbahn einsetzen. Auch eine Gesamterneuerung des Bahnhofs Süd bleibt Thema.

CASTROP-RAUXEL

, 12.01.2016, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Prüfung einer solchen „Übergangsmaßnahme“ hat Reiner Latsch, Konzernbevollmächtigter der Bahn für NRW, jetzt in einem Schreiben an den heimischen Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe (SPD) zugesagt. Latsch reagierte damit auf eine Anfrage Schwabes vom 15. Dezember an Bahnchef Rüdiger Grube. Schwabe hatte in seinem Brief das derzeit eingesetzte ältere Wagenmaterial auf der Strecke bemängelt, da die nicht ausfahrbaren Stufen eine für gehandicapte Menschen kaum zu überwindende Lücke zwischen Bahnsteig und Waggon hinterließen.

Produktion neuer Fahrzeuge

In dem von Latsch unterzeichneten Schreiben heißt es, die von der Bahn avisierten moderneren Wagen seien baugleich mit den bis zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember verwendeten Fahrzeugen der Nordwestbahn. „Durch ausfahrbare Schiebetritte ist hier der Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Fahrzeug geringer“, heißt es wörtlich in dem Papier.

Die Produktion moderner Neufahrzeuge, die ursprünglich bereits mit der Wiederübernahme der Regionalbahn (RB) 43 durch die Deutsche Bahn hätten eingesetzt werden sollen, laufe, versicherte die Bahn. Ein detaillierter Auslieferungsplan befinde sich derzeit in Absprache.

Gesamtpaket für Bahnhof Süd

Gleichzeitig äußert sich die Bahn auch zu der seit Jahrzehnten auf der Tagesordnung stehenden Erneuerung des Bahnhofs, über die man im Gespräch mit der Stadt sei. Ein Drei-Millionen-Euro-Gesamtpaket umfasst bekanntlich eine Unterführung, eine barrierefreie Zuwegung sowie die Höherlegung der Bahnsteige. Darüber liege allerdings noch keine abschließende Stellungnahme der Stadt vor, bemängelt Latsch.

Diese Darstellung wies der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt im Gespräch mit unserer Redaktion zurück. „Das ist die Frage, wer worauf wartet“, erklärte er. Die Stadt warte seit längerem darauf, dass die DB Netz beim Eisenbahnbundesamt eine Klärung der planungsrechtlichen Situation herbei führe.

Gleichzeitig verwies Dobrindt auf einen Anfang Februar bevorstehenden gemeinsamen Termin mit der DB Netz und der DB Station Service sowie dem ebenfalls involvierten Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR). Davon erwarte er sich eine Klärung in Sachen Bahnhof Süd.

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