Der Silvester-Müll im Castroper Erin-Park hielt sich im Corona-Jahr in Grenzen, bilanzierte Wilhelm Winkelmann nach seiner Aufräum-Tour am 4. Januar. © Wilhelm Winkelmann
Coronavirus

Müllsammler findet nach Silvester in Castroper Park nur einen Bruchteil

Wenn es eines Beweises bedurfte, dass die Corona-Vernunft in Castrop-Rauxel an Silvester offenbar obsiegt hat, dann hat ein Müllsammler ihn nach seiner Tour durch einen Park erbracht.

Wilhelm Winkelmann sammelt Müll. Seit vielen Jahren schon, engagiert fürs Gemeinwohl. Oft schickt er Infos und Fotos an unsere Redaktion, zumeist mit dem Appell an die Menschen, sich am Riemen zu reißen und auf der Suche nach Mitstreitern.

Jetzt schreibt er: „Die Müllsammel-Aktion 2021 hat begonnen. Am Montag (4.1., Anm. die Redaktion) habe ich im Erin-Park den Silvester-Müll eingesammelt.“ Interessant ist vor allem das Sammelergebnis: Er kam am Ende seiner Tour über die grünen Abraumhalden und rund um den Teich auf zwei Tüten voller Müll. „Im vergangenen Jahr waren es zwölf Tüten und ein großer Müllsack, den meine Frau und ich entsorgt haben“, so Winkelmann.

Schöner Blick über die Altstadt

Die Landschaftsbauwerke gelten als Silvester-Hot-Spot. Nirgends ist der Blick über die Dächer der Altstadt schöner. Viele Leute treffen sich mitternachts an Silvester dort, um zu böllern, aufs neue Jahr anzustoßen und dabei den Blick über die Stadt schweifen zu lassen. Im Corona-Jahr deutlich weniger.

„Jetzt ist der Erin-Park wieder so, wie ich ihn haben möchte“, sagt Winkelmann, der täglich hingeht. Er findet seit Jahren: Mehr Menschen sollten das tun und dabei einfach Abfall einsammeln. „Große Müllsammelaktionen mit hunderten Teilnehmern sind zwar gut, haben aber keine nachhaltige Wirkung. Nach einigen Tagen ist die Stadt wieder verdreckt. Deshalb brauchen wir regelmäßige Müllsammler“, so Winkelmann.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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