Nachbarn retten einem Mann bei einem Brand das Leben

mlzFeuerwehr

Aufmerksame Nachbarn haben am Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus in Castrop-Rauxel bei einem Zimmerbrand eine mögliche Katastrophe verhindert und einem Mann wohl das Leben gerettet.

Schwerin

, 12.11.2020, 14:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Castrop-Rauxeler Feuerwehr war es ein Routineeinsatz, für einen Mann an der Dortmunder Straße auf Schwerin hätte es tragisch enden können: Die Feuerwehr wurde am Mittwoch zu einem Zimmerbrand gerufen, der wohl tödlich ausgegangen wäre, wenn Nachbarn nicht eingeschritten wären.

„Es ist ein Klassiker: Angebranntes Essen auf dem Herd“, erzählt Michael Meissner vom Presseteam der Feuerwehr an der Frebergstraße. Ein Mann hatte am Mittwoch offenbar Essen auf dem Herd warm machen wollen, war dann aber anscheinend nicht im Raum geblieben.

Zusammenhänge sind noch nicht ganz klar

Die genauen Zusammenhänge sind noch unklar, die Folge aber wurde offensichtlich. Das Essen auf dem Herd brannte an, sorgte für viel Rauch. „Zum Glück“, so Meissner, „gibt es in dem Mehrfamilienhaus, in dem der Mann wohnt, aber Rauchmelder. Und aufmerksame Nachbarn.“

Der Rauchmelder in der völlig verqualmten Küche schlug nämlich Alarm. Auf den wurde aber nicht der betroffene Mieter aufmerksam. „Warum nicht, das kann ich auch nicht sagen“, so Michael Meissner, „das zu ermitteln, ist ja auch nicht unsere Aufgabe“.

Zum Glück für den Mann hörten aber seine Nachbarn im Mehrfamilienhaus den schrillen Alarmton des Rauchmelders. Und weil das Pfeifen nicht aufhörte, gingen sie nachgucken, was da los war. Und nicht nur das: Sie hatten auch einen Feuerlöscher griffbereit, mit dem sie die Bescherung auf dem Herd bekämpfen konnten, ehe die Feuerwehr vor Ort eintraf.

Mann erlitt eine Rauchgasvergiftung

„Die Nachbarn hatten auch schon den Mann aus der Wohnung geholt, als unsere alarmierten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen“, berichtet Michael Meissner. Der Mann hatte bereits eine Rauchgasvergiftung erlitten, die von Rettungskräften zunächst vor Ort versorgt wurde, ehe man ihn mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung der Vergiftung ins Krankenhaus transportierte.

Jetzt lesen

„Unsere Kollegen mussten dann gar nicht mehr löschen, haben die Wohnung aber sicherheitshalber untersucht und mit Lüftungsgeräten dafür gesorgt, dass die Wohnung rauchfrei wurde“, so der Feuerwehr-Sprecher. „Für uns also ein echter Routineeinsatz eigentlich“, sagt Meissner am Tag danach unserer Redaktion.

Rauchmelder können Leben retten helfen

Der Fall mache aber wieder einmal deutlich, wie lebenswichtig Rauchmelder in Wohnungen seien. Denn die können vor Gefahren warnen, ehe es zu spät ist, wie die Situation an der Dortmunder Straße erneut belege. „Der betroffene Mieter hat da viel Glück gehabt. Und gute Nachbarn“, zieht Michael Meissner eine Bilanz der Alarmierung.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt