Murat Topal brillierte mit lockeren Anekdoten aus seinem Alltag

Comedy im "Mythos"

CASTROP-RAUXEL Einen vielleicht einzigartigen Auftritt legte Murat Topal am Mittwochabend im „Mythos“ hin. Denn auf Wunsch des Veranstalters lieferte der Comedian einen Mix aus seiner aktuellen und seiner älteren Show ab.

von Von Christian Püls

, 01.10.2009, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Murat Topal begeisterte mit seiner Bühnenshow am Mittwochabend im Tanzpalast Mythos.

Murat Topal begeisterte mit seiner Bühnenshow am Mittwochabend im Tanzpalast Mythos.

Der ehemalige Polizist, der in Kreuzberg Streife ging, bestritt große Teile seiner Show mit Anekdoten, die seinen Alltag in Uniform widerspiegeln. Sicherlich manchmal überspitzt, sicherlich oftmals übertrieben, aber dafür umso amüsanter. Und so erzählte Topal beispielsweise von Ümet Üsgedal, einem Gemüsehändler aus Kreuzberg, von Mehmet und seiner zukünftigen deutschen Schwiegermutter oder seinem Ausbilder auf der Polizeischule. Sympathisch lässt der Berliner seine Figuren wirken, gestaltet sie detailreich, vielschichtig – ja fast liebevoll.

Doch offenbar nicht immer entdeckt Topal einen netten Wesenszug an den Menschen: Den „schwerstpubertierenden Mädchen“, die sich in der U-Bahn total daneben benehmen und ihrer untätigen Lehrerin, begegnete das Publikum – nach der Pointe – dementsprechend mit Häme. Der Berliner besitzt ein fantastisches Gespür für das gesprochene Wort: Egal ob Dialekt, Akzent oder der ganz eigene Sprachstil Jugendlicher – Topal vermag in brillanter Weise seine Figuren lebendig werden zu lassen.

Am Ende seiner Show folgte Topal gleich dem ersten, einzelnen Ruf nach einer Zugabe, anstatt sich lange bitten zu lassen und schenkte dem Publikum noch zwei der besten Gags des Abends.

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