Nach Amoklauf: Ruf nach mehr Schulpsychologen

CASTROP-RAUXEL Einen Tag nach dem schrecklichen Amoklauf von Winnenden wird auch an Castrop-Rauxeler Schulen der Ruf nach mehr Schulpsychologen lauter.

von Von Christoph Witte

, 12.03.2009, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Amoklauf: Ruf nach mehr Schulpsychologen

Schulleiter Günter Lindner: »Einen Psychologen könnten wir gut die ganze Woche beschäftigen.«

„Das sind sechs Leute für 222 Schulen. Das ist natürlich reichlich wenig“, sagt Hermann Pardon, einer der zwei Schulpsychologen der Regionalen Schulberatungsstelle für den Kreis Recklinghausen. Allein er und sein Kollege, Dr. Peter Laßlop, kümmern sich um 191 Schulen. Padon: „Wir sind rundum die Uhr ständig ausgelastet.“

Auch einige Schulleiter haben auf Anfrage unserer Zeitung bereits den Wunsch geäußert, einen eigenen Schulpsychologen zu bekommen. Günter Lindner von der Fridtjof-Nansen-Realschule: „So jemand wird dringend benötigt, weil sich generell Fälle wie Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten häufen. Einen Psychologen könnten wir gut die ganze Woche beschäftigen.“ Ins selbe Horn stößt Brigitte Edeler, kommissarische Leiterin der Johannes-Rau-Realschule: „Ein Schulpsychologe wäre natürlich toll. Der wäre sicherlich ausgelastet.“

Nach dem Amoklauf in Emsdetten im Jahr 2006 hat das Land NRW 50 zusätzliche Schulpsychologen eingestellt. Insgesamt arbeiten laut Hermann Pardon 125 Schulpsychologen in Nordrhein-Westfalen.  

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