Nach Mißfelders Tod: Eltern verklagen Uniklinik

Streit um Krankenakte

Neun Monate nach dem Tod von CDU-Politiker Philipp Mißfelder ist ein Streit um die Krankenakte entbrannt. Die Eltern des früheren Bundestagsabgeordneten verklagen die Uniklinik Münster auf Einsicht in die Unterlagen. Dabei geht es ihnen um einen Vorfall fünf Monate vor Mißfelders Tod.

MÜNSTER/CASTROP-RAUXEL

04.04.2016, 11:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Philipp Mißfelder (CDU) ist tot.

Philipp Mißfelder (CDU) ist tot.

Am Montag hatte die Funke Mediengruppe über die Klage vor dem Amtsgericht Münster berichtet. Dabei gehe es den Eltern nicht um Vorwürfe gegen die Ärzte, teilte Anwältin Karoline Seibt der Deutschen Presse-Agentur mit. Mißfelder war im Juli 2015 an einer Lungenembolie gestorben.

In erster Linie wollen die Eltern Klarheit über einen Treppensturz in seinem Haus in Recklinghausen. Dabei hatte sich Mißfelder am 9. Februar 2015 verletzt und wurde anschließend in Münster behandelt. Über die Schwere der Verletzungen gibt es laut Anwältin unterschiedliche Aussagen.

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Die Uniklinik verweist auf den Wunsch des verstorbenen Patienten. Eltern als nahe Angehörige hätten zwar grundsätzlich das Recht auf Akteneinsicht. Das gelte aber nur, wenn der Wille des verstorbenen Patienten nicht dagegen spreche. „Wir kommen ausdrücklich unser Pflicht nach“, sagte eine Sprecherin der Uniklinik. 

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Von der dpa  

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