Närrisch geht auch nüchtern

Castrop-Rauxel Zu Beginn der heißen Phase des Karnevals appellieren die Malteser in Castrop-Rauxel an die Kioskbetreiber, den Einzelhandel und die Schankbetriebe, keine alkoholischen Getränke an Kinder und Jugendliche zu verkaufen oder auszuschenken.

30.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Die Folgen des Alkoholkonsums von Kindern und Jugendlichen", so Jürgen Plöger von den Maltesern, "sind verheerend". Frohsinn und Ausgelassenheit müssten nicht mit dem Griff zur Flasche einhergehen. "Alkoholausschank und Weitergabe an Kinder und Jugendliche - auch außerhalb der tollen Tage - sei kein Kavaliersdelikt und die fünfte Jahreszeit keine rechtsfreie Zeit.

Die Malteser betreuen schon seit Jahren diverse Veranstaltungen über die tollen Tage an Rhein und Ruhr, und das Einsatzfazit nach Aschermittwoch führt bei den Ärzten und Sanitätern regelmäßig zu Katerstimmung: die Opfer übermäßigen Alkoholkonsums, die ärztlich versorgt oder betreut werden müssen, werden immer jünger. "Die jüngsten Alkoholopfer sind gerade 11 Jahre alt". Der Appell der Malteser richtet sich daher auch an die Eltern und Schulen. Eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Alkoholmissbrauchs sei nötig.

Hinter dem Steuer hört der Faschingsspaß auf: Maskiert dürfen Autofahrer nur dann unterwegs sein, wenn Sicht, Bewegungsfreiheit und Gehör nicht beeinträchtigt werden. Eine Pappnase ist mit der Straßenverkehrsordnung meist noch vereinbar, Augenklappe oder Vollmaske sind jedoch tabu, da sie die Wahrnehmung trüben. Wer diese Regeln missachtet, der begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss zehn Euro Bußgeld berappen. Kommt es zu einem Unfall, droht wegen grober Fahrlässigkeit zudem der Verlust des Kaskoschutzes.

Nüchtern am Steuer

An den närrischen Tagen ist das Tragen einer Maske kein Verstoß gegen das Vermummungsverbot, auch wenn das Gesicht nicht zu erkennen ist. Ab dem Aschermittwoch gilt wieder: Maske ab. Wer dann noch mit einer Maske geblitzt wird, hat für den Fall, dass er überführt werden kann, mit höheren Strafen zu rechnen, da ihm eventuell Vorsatz unterstellt wird.

Während des närrischen Treibens ist zudem verstärkt mit Alkohol- und Drogenkontrollen zu rechen.

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