Neuer Lockdown: Viele Veranstaltungen fallen in Castrop-Rauxel aus

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Mit dem erneuten Lockdown ab 2. November werden Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen für einen Monat verboten. Davon sind auch in Castrop-Rauxel Veranstaltungen betroffen.

Castrop-Rauxel

, 28.10.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit massiven Kontaktbeschränkungen wollen die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesländer drastisch steigende Coronazahlen in den Griff bekommen werden. Deshalb dürfen ab 2. November unter anderem keine Kultur- und Freizeitveranstaltungen stattfinden. Darauf haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten am Mittwoch (28.10.) geeinigt. Auch auf Veranstaltungen in Castrop-Rauxel wirkt sich der erneute Lockdown aus.

Das Westfälische Landestheater (WLT) hatte unter Coronabedingungen Auftritte in der Europahalle geplant. Am 10. November stand „Drachenläufer“ nach dem Roman von Khaled Housseini auf dem Spielplan. Am 27. November wäre „Marlow“ gespielt worden. Das Stück bildet die Vorlage für die Serie „Babylon Berlin“.

Das WLT ist besonders betroffen, weil in den Monaten vor Weihnachten traditionell viele Schulklassen Theateraufführungen besuchen. Bereits am 3. und 4. November wollte das WLT in Castrop-Rauxel vor Kindern „The Spaceman“ spielen. Am 11., 12. und 13. November hätten sich Jugendliche ab 14 Jahren „Good Morning, Boys and Girls“ angesehen. Finanzielle Einbußen wird es auch geben, weil das WLT im November in vielen weiteren Städten in der Region Vorstellungen gehabt hätte.

Die nächste Premiere des Landestheaters ist für den 12. Dezember vorgesehen: Dann soll in der Stadthalle erstmals das Stück „25 km/h“ gespielt werden. Ob im Dezember Theater gespielt werden darf, steht noch nicht fest und hängt von der weiteren Entwicklung der Zahlen ab.

Kein Spielzeugmarkt, kein Trödelmarkt

Doch nicht nur das WLT ist betroffen: Die Europahalle sollte im November Schauplatz eines großen Spielzeugmarkts werden. An- und Verkauf sowie Tausch von Modelleisenbahnen, Modellautos und entsprechenden Zubehörartikeln sowie artverwandten Spielzeugen hätten am 8. November (Sonntag) Besucher anziehen sollen. Der gleiche Veranstalter hatte am vergangenen Sonntag noch zum Frauen- und Kinderkram in die Europahalle eingeladen.

Ebenfalls am 8. November hatte Ute Brinckmann einen Trödelmarkt an der Langen Straße geplant. Ihre Winterpause beginnt damit früher als vorgesehen. Zuletzt hatte es ihr am vergangenen Sonntag den Trödelmarkt in Henrichenburg buchstäblich verregnet.

Für Dienstag, 10. November, hatten „Mein Ickern“ und der EUV Stadtbetrieb wieder einen „Ickern-Rundgang“ vereinbart. Hier sollten gemeinsam Hinweise und Anregungen zu Reinigung, Verkehr, Spielplätzen und Grünflächen gesammelt und diskutiert werden. Auch das ist nun passé, weil sich nur noch Mitglieder aus zwei Hausständen treffen können.

Auch die Aktion „Platzverweis dem Dreck“ des EUV, die für den 31. Oktober geplant war, fällt aus. Der EUV hatte die Aktion schon vor dem Mittwoch abgesagt.

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