Ordnungsamt behält große Beerdigungen in Merklinde weiter im Blick

Friedhof Merklinde

Für große Beerdigungen in Merklinde wurden auch die Behörden kritisiert. Das hallt scheinbar nach. Das Ordnungsamt beobachtete am Donnerstag eine Trauerfeier, obwohl nun andere Regelungen gelten.

Merklinde

, 23.07.2020, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trauerfeiern auf dem Friedhof in Merklinde, während noch strengere Corona-Beschränkungen galten, hatten für Kritik gesorgt.

Trauerfeiern auf dem Friedhof in Merklinde, während noch strengere Corona-Beschränkungen galten, hatten für Kritik gesorgt. © Jürgen Weiß

Große Beerdigungen von Mitgliedern der Sinti-Gemeinschaft sind in Castrop-Rauxel vorbelastet. Ende April, als noch viele Corona-Beschränkungen galten, gab es auf dem Friedhof in Merklinde eine Trauerfeier mit etwa 500 Personen. Abstandsregelungen wurden damals nicht eingehalten. Polizei und Ordnungsamt waren vor Ort, schritten aber nicht ein und wurden dafür kritisiert – unter anderem vom NRW-Gesundheitsministerium.

Eine Kritik, die scheinbar noch nachhallt. Denn auch am Donnerstagnachmittag waren bei einer Sinti-Trauerfeier in Merklinde Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort – allerdings nur zwei. Man habe sich dazu entschlossen, die Beamten vorbeizuschicken, um zu beobachten, wie viele Leute der Trauerfeier beiwohnen würden, teilt die Pressestelle der Stadt auf Anfrage mit.

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Keine Verstöße festgestellt

Die Lage bei den vergangenen Beerdigungen habe bei der Entscheidung auch eine Rolle gespielt. Die Verordnungslage ist mittlerweile aber eine andere als im April. Lockerungen gab es auch bei Beerdigungen. 150 Trauergäste dürfen ihnen nun beiwohnen. Etwa 90 Personen hatten sich für die Beerdigung am Donnerstag um 14 Uhr angemeldet.

In etwa so viele Menschen sind dann auch gekommen. Verstöße haben die Mitarbeiter der Ordnungsdienstes nicht feststellen können, sagt eine Sprecherin der Stadt.

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