Patrick Pfau hat den Blues im Blut

Deutscher Rock & Pop Preis

CASTROP-RAUXEL Der Mann hat den Blues in der Stimme. Patrick Pfau (35) ist einer der besten deutschen Nachwuchssänger und nominiert für den "27. Deutschen Rock & Pop Preis 2009" in der Kategorie "Bester Rhythm & Blues-Sänger".

von Von Christoph Witte

, 12.10.2009, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Patrick Pfau auf seinem CD-Cover.

Patrick Pfau auf seinem CD-Cover.

Von über 700 eingesandten Musikbewerbungen hat die Jury, besetzt mit Redakteuren bekannter Musik-Magazine, Patrick Pfau und seinen Song "Last Night" unter die Top-3 gewählt. Am 12. Dezember erfährt der Künstler in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden, ob er in die Fußstapfen von Musikgrößen wie Pur, Juli und Yvonne Catterfeld tritt. Die Stars haben in der Vergangenheit bereits den ältesten Nachwuchspreis Deutschlands entgegengenommen, der in 70 Kategorien verliehen wird. Patrick Pfau ist mit seiner Band "Hot'n'Nasty" auch in den Sparten "Beste Blues-Band" und "Bestes Blues-Album" vertreten.

Unbekannt in der Heimat In der Szene ist der Name Patrick Pfau ein Begriff. In seiner Heimatstadt ist er eher (noch) unbekannt. Wie kommt's? "Weil man uns hier nicht bucht", sagt der 35-Jährige mit dem Pferdeschwanz.. "Hier setzt man eher auf Coverrock-Bands." Deutschlandweit hat Patrick Pfau aber viel zu tun, trat in letzter Zeit unter anderem beim Internationalen Blues- & Jazz-Festival in Meppen, bei Bochum Total, beim Street-Live-Festival in Leverkusen und beim Wiesenfestival in Gütersloh auf. "Man muss nicht automatisch in die USA gucken, wenn man gute Blues-Musiker", findet der ehemalige ASG-Schüler, der schon früh Eric Clapton hörte und Gitarre spielte.

New York und Chicago Er selbst hat seine Liebe zum Blues aber in den Staaten entdeckt. Als 17-Jähriger während eines Austauschjahres. Immer wieder kehrte Patrick Pfau als Student der Musikwissenschaften zurück, nahm an Blues-Sessions in New York und Chicago teil, zeigte dort, was er drauf hat. "So habe ich immer meine Bands gefunden." Und seine Bands ihn.

Stimme für Chansons Derzeit ist er Lead-Sänger von "Hot'n'Nasty", deren jüngstes Album "Electrified" im Deutschlandradio besprochen wurde. Und er ist Teil der Chanson-Gruppe "Emil Brand". "Da klingt meine Stimme ganz anders", sagt er, "viel klarer." Mainstream ist die Musik beider Band nicht. Sie ist selbst gemacht und gerade deswegen gut. "Ich würde mich auch nie vor einen Karren spannen lassen, nur um in die Charts zu kommen", ist Patrick Pfau mit dem Nischendasein des Blues' eigentlich zufrieden.

Den "Deutschen Rock & Pop Preis" hätte er aber dann doch ganz gerne. "Für die Seele", sagt er. Und für künftige Vertragspartner. "Damit die wissen, dass sie Qualität buchen." Hier ein Video von einem Auftritt von "Hot‘n‘Nasty" in der Zeche Bochum:

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