Pendler-Parkplatz Henrichenburg kommt doch nicht

Stadt Castrop-Rauxel sucht Alternativen

Es wird nichts mit dem Pendler-Parkplatz auf dem Gelände von Landwirt Lutz Sanders in Nähe der Autobahn A2 in Henrichenburg. Der Vorvertrag aus dem Frühjahr 2014 ist Geschichte. Vom Tisch ist das Dauerthema damit aber noch lange nicht.

HENRICHENBURG

, 21.12.2016, 06:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwischen den beiden Höfen von Klöcker und Sanders gibt es ein großes Areal, das Hubert Hennemann gehört.

Zwischen den beiden Höfen von Klöcker und Sanders gibt es ein großes Areal, das Hubert Hennemann gehört.

„Die angedachten Möglichkeiten ließen sich auf der Sanders-Fläche so nicht umsetzen“, bestätigt der Technische Beigeordnete der Stadt, Heiko Dobrindt, im Gespräch mit unserer Redaktion. Zur zeitlichen Verzögerung könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen, so Dobrindt. Der Pendler-Parkplatz, gefühlt seit 20 Jahren ein wichtiges Thema in Henrichenburg, sollte eigentlich 2017 endlich umgesetzt werden.

Vertragspartner hatten wohl unterschiedliche Auffassungen

Mit Mitteln des Landesbetriebs Straßen-NRW, in Regie des Stadtbetriebs EUV. 2016 Jahr war noch verkündet worden, dass zwischenzeitlich aufgetretene Probleme wegen des unerwarteten Funds von Wasserstoff-Leitungen gelöst worden seien. Dann soll es nach Informationen unserer Zeitung zu unterschiedlichen Auffassungen von Stadt und Lutz Sanders gekommen sein. Es heißt, Sanders habe sich mit seinen Forderungen sehr weit aus dem Fenster gelehnt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt Sanders: „Ich gebe Land ab, und kriege nix auf die Hand, das ich nutzen kann.“ Er habe vorgeschlagen, die alten Pläne zu einer Verlegung des Sportplatzes zu reaktivieren und einen Festplatz zu bauen, daran aber habe die Stadt offenbar kein Interesse. „Im Gegenzug wollte ich eine Tankstelle gegenüber der Autobahnauffahrt“, sagt Sanders. Auch hier habe die Stadt abgewunken.

In einem Gespräch bekräftigten jetzt Stadt und Landesbetrieb, weiter an einer Lösung arbeiten zu wollen. „Die Stadt hat uns informiert, dass die ursprüngliche Planung nicht weiter verfolgt werden kann“, sagte Projektleiter Christoph Neumann von Straßen-NRW. Die Alternativen seien auf jeden Fall sehr interessant. „Und wir sind nach wie vor überzeugt, dass der Pendler-Parkplatz eine sinnvolle Sache ist“, so Neumann.

100 Parkplätze als Richtzahl

Zunächst müssten einige Gespräche in seiner Behörde anberaumt werden, ob und wie die Details bei einem Kauf einer anderen landwirtschaftlichen Fläche aussähen. Dann setzten sich Stadt und Landesbetrieb im Februar erneut an einen Tisch. Im Gespräch sind weiter 100 Parkplätze als Richtzahl. Der Vorvertrag mit Lutz Sanders, erklärte Dobrindt, habe im Übrigen eher eine moralische Dimension und sei nicht justiziabel.

Grundstückseigentümer Hubert Hennemann, der nach Informationen unserer Zeitung seine Bereitschaft signalisiert hat, Gelände zur Verfügung zu stellen, war für uns telefonisch nicht erreichbar. 

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