Peter Ambos ist der Herr der Bäume

Schloss Bladenhorst

BLADENHORST Peter Ambos liebt Bäume. So sehr, dass er sie ohne Auftrag der Öffentlichkeit spendet und einfach pflanzt. Vor allem rund ums Schloss Bladenhorst. Dort hat der heute 66-Jährige vor 33 Jahren seinen ersten Baum gesetzt.

von Von Christoph Witte

, 13.10.2009, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der erste Baum stand auch prompt nicht lange. Die Zeder fiel zwar nicht der Axt der Nachbarn zum Opfer, wurde aber von einem Anwohner mit dem Auto umgenietet. Unabsichtlich. „Der hatte ein bisschen zu viel getrunken“, erinnert sich Ambos. Von 1967 bis 1985 hat er im Schloss Bladenhorst gewohnt. Nach der Trennung von seiner Frau zog er aus, sein Herz blieb aber zurück. Und auch die Bäume. Der Mammutbaum, die Pappel und die Rotbuche im Innenhof des Schlosses sind allesamt Setzlinge von Peter Ambos. Die neuen Mieter weiß der Pensionär inzwischen auch zu besänftigen. „Ich fege das Laub zusammen und bekomme dafür als Dank auch mal ein Stück Apfelkuchen.“

Auch fast 15 Jahre nach dem Umzug von Bladenhorst nach Pöppinghausen engagiert sich Peter Ambos für den Baumbestand seiner alten Heimat. Am Dienstag, 13. Oktober, pflanzte er einen sechs Jahre alten Ahorn in Nähe des Schloss-Parkplatzes. Schlossherr Bodo Möhrke begrüßt den Einsatz des Naturliebhabers. „Ich finde das klasse. Meiner Meinung nach kann er hier ruhig noch ein, zwei Bäume einsetzen.“ Möhrkes Wunsch ist für Ambos Befehl. „Ich finde, es kann nicht genug Grün geben in unserer Stadt. Schließlich nennen wir uns ja auch die Europastadt im Grünen“, sagt Ambos, der sich gleich für ein offizielles Amt bewirbt. „Ich wäre gerne Stadtbaumbeauftragter. Dann würde ich jedes Jahr für jeden Einwohner Castrop-Rauxels einen Baum pflanzen.“

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