Pflastersteine Am Markt in der Castroper Altstadt schon wieder im Fokus

mlzBegutachtung mit EUV

Man wunderte sich schon, warum am Donnerstag wieder eine ganze Kommission von EUV-Mitarbeitern und Bauarbeitern das Pflaster auf der Straße Am Markt begutachtete. Was steckt nun dahinter?

Castrop-Rauxel

, 09.02.2019, 05:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine siebenköpfige Expertengruppe schaute sich die Straße Am Markt von Blumen Risse bis hin zur Commerzbank entlang der Castroper Sparkassen-Hauptstelle am Donnerstag ausführlich an. Darunter auch EUV-Vize Thorsten Werth-von Kampen, weitere Mitarbeiter des Stadtbetriebs, aber auch Mitarbeiter der Firma Boymann, die hier 2018 die Pflasterarbeiten ausführte. Das Pflaster war schon vor Monaten Thema, weil es sich recht rasch nach Freigabe der Straße an manchen Stellen durch den Autoverkehr losruckelte. Nachgebessert wurde auch schon. Und jetzt? Wir fragten beim EUV nach.

? Was und warum genau begutachtet der EUV mit der bauausführenden Firma Boymann und weiteren Sachverständigen das Pflaster am Markt?

Für den EUV teilt Sprecherin Sabine Latterner mit, dass das Pflaster der Fahrbahn entlang des Marktplatzes nach der Frostperiode begutachtet wurde, da sich hier die Steine im Verband gelockert hätten.

? Was wird getan, um künftig die immer wieder anfallenden Arbeiten des Nachfugens und des Festmachens gelöster Pflastersteine zu vermeiden?

„Wir prüfen derzeit nachhaltige Lösungen“, so Latterner. Damit sollte der Mangel der sich lockernden Steine behoben werden.

? Sind bei der Bauausführung Fehler gemacht worden?

Laut EUV wurde nicht „das von uns ausgeschriebene Bettungsmaterial verwendet“, erklärt Sabine Latterner. Das falle nun unter den Gewährleistungsanspruch, den die Stadt gegenüber dem Bauunternehmen habe.

? Warum ist der EUV an dieser Stelle so hartnäckig hinter diesem Thema her?

Das erste Stichwort, das Sabine Latterner gibt: die Verkehrssicherungspflicht. „Der EUV-Stadtbetrieb muss die Verkehrssicherheit gewährleisten“, sagt sie. Zudem bestehe ein Gewährleistungsanspruch, und den wolle man natürlich geltend machen, so lange das möglich ist. Die vertraglich / gesetzlich festgelegte Gewährleistungspflicht bestehe insgesamt fünf Jahre.

? Werden eventuell wieder größere Nacharbeiten fällig?

„Das können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen“, sagt die EUV-Sprecherin.

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