Bei der ersten richtigen Ratssitzung der neuen Periode in der Europahalle war ein Mitglied der SPD-Fraktion schon infiziert. Die Konsequenzen beschäftigten am Montag Verwaltung und Politik. © Tobias Weckenbrock
Beiräte und Co.

Posten verteilt: Rats-Politiker bekommen verschiedene Sonderaufgaben

Gewählt wurden sie in den Stadtrat: Viele ehrenamtliche Kommunalpolitiker haben aber noch andere Aufgaben. Wer welchen Ausschuss leitet oder in diverse Beiräte geht, steht seit Donnerstag fest.

Im Stadtrat zu sitzen, ist für viele Ehrenamts-Politiker in den Kommunen nicht das einzige: Fast alle sind in Fachausschüssen. Und dann gibt es noch verschiedene Beiräte, die zum Teil auch finanziell über Sitzungsgelder entschädigt werden. Einige Posten wurden bei der Ratssitzung offiziell vergeben.

Vorneweg sind die Ausschüsse zu nennen: Haupt- und Finanzausschuss, Betriebsausschüsse 1, 2 und 3, der Rechungsprüfungsausschuss, Jugendhilfeausschuss, Umweltausschuss, der Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung, für Wirtschaftsentwicklung und Digitalisierung, für Generationen und Inklusion, der Integrationsausschuss, der Kommunalwahl- und Wahlprüfungsausschuss sowie der Verwaltungsrat des EUV.

Zwischen 11 (KWA) und 19 Mitglieder haben die 14 Ausschüsse. Und jeweils einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Zentrale Aufgaben sind die Leitung der Sitzungen und das Aufstellen der Tagesordnung. Bei der Besetzung dieser Posten kam es in der Ratssitzung, und auch das ist durchaus übliches Geschäft, zu einigem taktischen Geschacher. So lange wie bei diesem Mal hat es aber nach Angaben von erfahrenen Ratsmitgliedern in den vergangenen 25 Jahren nie gedauert.

Doch damit nicht genug: Die Ratsmitglieder legten bei der zweiten Sitzung dieser Legislaturperiode auch fest, wer in zehn weitere Beiräte, Aufsichtsräte und Versammlungen berufen wird. Dabei kam es nicht mehr zu taktischen Auseinandersetzungen. Aber auch hier sind zum Teil recht attraktive Posten dabei, aus inhaltlicher, aber auch aus finanzieller Sicht.

In den Städtetag, einen Verband von 40 Städten in NRW, werden Malte Fercke (SPD), Hans-Hugo Kurrek (CDU) und Timo Eismann (Grüne) entsendet. Fercke ist auch Stellvertreter von Daniel Molloisch im Sparkassen-Zweckverband und Vorsitzender des Betriebsausschusses 1.

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Der neue Stadtrat von Castrop-Rauxel

In den Zweckverband GKD, ein Unternehmen des Kreises Recklinghausen und seiner Städte, gehen Dirk Kienast (SPD) und Josef Berkel (CDU). GKD steht als Abkürzung für Gemeinsame Kommunale Datenzentrale mit rund 85 Mitarbeitern. Sie soll zur Steigerung von Effizienz und Effektivität in den Kommunalverwaltungen dienen.

Im Aufsichtsrat der Forum GmbH (Betreibergesellschaft von Stadthalle und Europahalle) sitzen Gaby Schulte, Sylvia Dammann und Waltraud Stroewer von der SPD, Oliver Lind und Yasemin Breilmann (CDU), der Grüne Nils Stennei, Thomas Schmidt (UBP) und Frank Feller (Linke). Der Aufsichtsrat kontrolliert die Geschäftstätigkeit der städtischen Gesellschaft.

In den Beirat der neuen Entwicklungsgesellschaft ECAS entsendet die SPD Daniel Molloisch, Rüdiger Melzner und Sebastian John. Für die CDU sind Oliver Lind und Frank Steinbach vertreten sowie Notburga Henke (Grüne).

In der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke sitzt Lisa Kapteinat (SPD). In ihrem Aufsichtsrat Ronald Jankovics (SPD), Karl-Heinz Villis (CDU) und Karsten Zygowski (Grüne).

Ins Beratungsgremium Uniper Wärme gehen Hans-Jürgen Noll (SPD), Michael Eckhardt (CDU, auch 1. Beigeordneter der Stadt) und Bert Wagener (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Grüne).

In den Sparkassenzweckverband gehen die beiden Fraktionsvorsitzenden ihrer Parteien Daniel Molloisch (SPD) und Michael Breilmann (CDU).

In der Mitgliederversammlung des Westfälischen Landestheaters sitzt Hubertus Wilbring.

In den Beirat der Wewole gehen Gaby Schulte (SPD) und Hans-Hugo Kurrek (CDU). Kurrek ist auch wieder einer der beiden stellvertretenden Bürgermeister.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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