Ärger im Krisenstab: Bürgermeister veröffentlicht vertrauliche Daten

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Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja hat sich mit einem Facebook-Post mit neuen Corona-Zahlen Ärger eingehandelt. Aber warum sollten die Zahlen nicht öffentlich werden?

Castrop-Rauxel

, 10.05.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rajko Kravanja veröffentlicht regelmäßig Neuigkeiten zur Corona-Pandemie auf seiner Facebook-Seite. Dass er sich damit Ärger einhandeln könnte, damit hat Castrop-Rauxels Bürgermeister nicht gerechnet.

Doch sein Post vom vergangenen Freitag (1.5.) zog den Unmut des Krisenstabs im Kreis Recklinghausen auf sich und brachte Rajko Kravanja einen mahnenden Anruf von Landrat Cay Süberkrüb ein. Kravanja hatte neben neuen Informationen Diagramme und Schaubilder veröffentlicht.

„Diese Daten waren vertraulich“, sagt Cay Süberkrüb. „Sie wurden irrtümlich geteilt.“ Ein Geheimnis seien die Daten jedoch nicht. Sie hätten lediglich bis zur Pressekonferenz am Dienstag (5.5.) intern bleiben sollen.

Das verraten die Daten

Dort wurden die Diagramme (Stand 4.5.) öffentlich gezeigt. Sie verraten, dass es die meisten bestätigten Fälle im Kreis Recklinghausen bei Personen zwischen dem 20. und dem 70. Lebensjahr gibt. Wobei die Altersgruppe 50 bis unter 60 am stärksten betroffen ist.

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Die meisten Todesfälle treten in der Altersgruppe 80 bis unter 90 auf. Ein Schaubild zeigt zudem, dass die Städte Gladbeck, Oer-Erkenschwick und Haltern die höchste Fallquote haben.

Bürgermeister Rajko Kravanja zeigt sich indes einsichtig. „Ich habe den Hinweis, dass es vertraulich ist, einfach nicht gesehen“, sagt er. „In Zukunft werde ich mich natürlich daran halten.“

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