Rat hat Hitler die Ehrenbürgerschaft aberkannt

Hindenburg soll geprüft werden

Der Stadtrat hat am Donnerstagabend Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft aberkannt. SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch bat in diesem Zusammenhang darum, dass die Verwaltung auch die Ehrenbürgerschaft von Reichspräsident Paul von Hindenburg überprüft.

CASTROP-RAUXEL

von Abi Schlehenkamp

, 07.10.2011, 10:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch bat in diesem Zusammenhang darum, dass die Verwaltung auch die Ehrenbürgerschaft von Reichspräsident Paul von Hindenburg überprüft.

SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch bat in diesem Zusammenhang darum, dass die Verwaltung auch die Ehrenbürgerschaft von Reichspräsident Paul von Hindenburg überprüft.

CDU-Ratsmitglied Hans Esser verwahrte sich gegen den ungeheuerlichen Eindruck, als hätten in früheren Räten „dickfellige Frauen und Männer gesessen ohne jede politische Sensibilität“. Ende der 70-er Jahre, erinnerte Esser, sei eine Aberkennungs-Kampagne in NRW-Städten zu verzeichnen gewesen, durchaus auch Thema in den Fraktionen in Castrop-Rauxel.„Wir sind davon ausgegangen, dass die Ehrenbürgerschaft durch den Tod erloschen sei, zugegeben ein schwaches Argument.“ Aber man sei auch davon überzeugt gewesen, dass 1946 durch den Kontrollrat der Alliierten ohnehin alle Ehrenbürgerschaften von Nazi-Verbrechern gelöscht worden seien. SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch bat in diesem Zusammenhang darum, dass die Verwaltung auch die Ehrenbürgerschaft von Reichspräsident Paul von Hindenburg überprüft.

Die wegen eines Formfehlers notwendig gewordene Wiederholung der Wiederwahl der beiden Beigeordneten Heiko Dobrindt und Michael Eckhardt für eine achtjährige Amtsperiode endete mit großer Zustimmung für beide. Im Fokus der Sitzung stand die Debatte über die Soziale Stadt Habinghorst. Rot-Grün und FWI gaben grünes Licht auch für den neuen Kostenrahmen.

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