Verkauft werden dürfen Böller nicht. Wer noch welche hat, darf sie abbrennen. Gern gesehen wird das nicht Und schon gar nicht auf öffentlichen Flächen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Regeln für Castrop-Rauxel: Wenige Gäste, kein Feuerwerk, keine Party

Die Weihnachtsfeiertage und Silvester stehen an. Was darf man in Castrop-Rauxel? Was darf man nicht? Wir geben einen Überblick auch über das, was Stadt und Land angekündigt haben.

Das Weihnachtsfest steht kurz vor der Tür, bis zum Heiligabend sind es nur noch drei Tage. Ob die Situation in der Corona-Krise bis dahin noch weitere Verschärfungen bringt, ist bisher (Stand 20.12., 20 Uhr) noch offen.

Bleibt die Inzidenz ähnlich hoch wie in den vergangenen Tagen, könnte auch in Castrop-Rauxel noch ein verschärftes nächtliches Ausgehverbot drohen, wie es in anderen Kreisen und Städten schon eingeführt worden ist.

Auch ein generelles Verbot aller Weihnachts-Gottesdienste mit Besuchern ist möglich. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet brachte das am Sonntag (20.12.) ins Gespräch. „In den nächsten Tagen werde ich angesichts der aktuellen Lage noch einmal Gespräche mit den Kirchen führen“, kündigte der CDU-Politiker im „Tagesspiegel am Sonntag“ an.

Das gilt von Weihnachten bis Neujahr

Sollten diese Einschränkungen aber nicht kommen, gelten für die Zeit der Feiertage bis zum Jahresende in Castrop-Rauxel folgende Regelungen:

  • Für die Weihnachtsage vom 24. Dezember (Heiligabend) bis zum 26. Dezember (2. Feiertag) sind Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen aus dem engsten Familienkreis erlaubt. Das gilt auch, wenn dadurch mehr als zwei Hausstände oder mehr als fünf Personen zusammenkommen. Kinder bis 14 Jahren zählen bei der Berechnung nicht mit.
  • Alle Castrop-Rauxeler werden ansonsten eindringlich gebeten, Kontakte in den fünf bis sieben Tagen vor Familientreffen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und somit eine „Schutzwoche“ einzuhalten.
  • Nach den Weihnachts-Feiertagen gilt wieder das bekannte Gebot: Treffen im öffentlichen Raum sind nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Mehr als 5 Personen sind bei dem Zusammentreffen von zwei Haushalten nicht erlaubt, wobei Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden.
  • Der Verkauf von Weihnachtsbäumen durch gewerbliche oder soziale Anbieter ist unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregelungen weiterhin zulässig
  • Am Silvester- und Neujahrstag ist es bundesweit verboten, sich zu versammeln. Das gilt auch in Castrop-Rauxel Zum Jahreswechsel wird empfohlen, auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Auf belebten Plätzen und Straßen wird Pyrotechnik untersagt. Das gilt auch für öffentlich veranstaltete Feuerwerke.
  • Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird generell verboten.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul will Partys an Silvester zur Not mit einem großen Polizeiaufgebot verhindern. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass es extensive Ausschreitungen geben kann. Deswegen wird die Polizei an Silvester sehr präsent sein“, zitierte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagausgabe) den CDU-Politiker. Man werde in der Silvesternacht 4800 Beamte zur Verfügung haben – mehr als im Vorjahr.

Polizei und Ordnungsamt in Alarmbereitschaft

Beliebige Kontrollen in Wohnungen werde es nicht geben. „Das wollen wir politisch nicht.“ Allerdings: „Umgekehrt wollen wir aber eine rechtliche Handhabe haben, um dagegen vorgehen zu können, wenn jemand zu Hause eine Party feiert. Dann werden wir uns auch im privaten Raum einmischen, wenn es nötig ist“, kündigte Reul an. Auch die Polizei im Kreis Recklinghausen und in Castrop-Rauxel wird in der Neujahrsnacht in zusätzlicher Alarmbereitschaft sein.

Und auch der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt wird in sowohl an den Weihnachtstagen als auch danach seine üblichen Streifen in Castrop-Rauxel mit Schwerpunkt auf bekannte Brennpunkte nicht unterbrechen, so Ordnungsamtschef Thomas Roehl gegenüber unserer Redaktion.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
Zur Autorenseite
Thomas Schroeter

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.