Regenreicher Juli sorgt für Schneckenplage

CASTROP-RAUXEL Diejenigen unter uns, die sich hingebungsvoll der Pflege der eigenen Grünanlage widmen, haben in diesen Tagen wenig zu lachen. Mit den für Juli unüblich hohen Niederschlägen hielten massenweise Schnecken in deutschen Gärten Einzug.

28.07.2008, 13:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Nacktschnecke.

Eine Nacktschnecke.

Mit Vorliebe machen sich Schnecken über Kohl- und Salatpflanzen her, doch aufgrund des 2008 außergewöhnlich großen Schneckenbestandes, machen die Tiere in diesem Sommer auch vor Sauerampfer oder Basilikum nicht Halt. „Durch den milden Winter haben wir es dieses Jahr mit mehr Schnecken zu tun als sonst“, so Stephan Bevc, Fachberater des Kleingärtner-Bezirksverbandes Castrop-Rauxel/Waltrop. Insbesondere mit Nacktschnecken: Ihre Lieblingsspeise ist Salat, ihr Hunger groß.

Um gegen die Nimmersatte vorzugehen, ist viel Geduld vonnöten: Die Tierfreunde unter den Gärtnern quälen sich zu nächtlicher Stunde aus dem Bett, um ihre Pflanzen vor dem tierischen Besuch zu schützen und sammeln sie ab. Eine weitere Methode ist die „Bierfalle“: Denn Bier schmeckt nicht nur Menschen, sondern zieht auch Schnecken an. Eine auf chemischen Duftstoffen basierende Alternative ist das so genannte Schneckenkorn (siehe Infokasten) aus dem Baumarkt: Selbiges trocknet die Weichtiere aus, sollte jedoch nur sparsam in Form von zwei aufeinander stehende Schüsseln verwendet werden, um das Grundwasser nicht zu belasten . Langsam, aber sicher zeichne sich allerdings ein Ende der Schneckenplage ab, so Bevc: Durch die Rückkehr der Sommersonne reduziere sich die Schneckenzahl nämlich automatisch.

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