Regionalbahn touchiert Lkw aus Castrop-Rauxel – Bundespolizei ermittelt

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Eine Regionalbahn touchierte einen Lkw einer Castrop-Rauxeler Baufirma. © Andreas Wegener (Archiv)
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Der Bahnübergang war eigentlich wegen einer Baustelle für den Straßenverkehr gesperrt. Am Mittwochvormittag (2.2.) kam es dort trotzdem zu einem Unfall. Eine Regionalbahn touchierte einen Lkw. Verletzt wurde niemand.

Gegen 11.30 Uhr fuhr der Lkw auf den Bahnübergang „Rehbecke“ in Hagen-Dahl, um einen dort befindlichen Baucontainer auszutauschen, heißt es in einem Polizeibericht von Freitag. Neben den Gleisen des Bahnübergangs war ein Baucontainer aufgestellt, den der 39-jährige Lkw-Fahrer austauschen wollte. Der Fahrer setzte rückwärts an den Container heran, als sich die Schranken des Bahnübergangs schlossen.

In diesen Moment näherte sich der Zug (von Hagen Hauptbahnhof in Richtung Rummenohl) mit etwa 80 Kilometern pro Stunde. Als der Triebfahrzeugführer den Lkw sah, leitete er sofort eine Schnellbremsung ein. Auf Höhe des Bahnübergangs touchierte die Regionalbahn den Lkw am Frontspiegel.

Lokführer hatte den Zusammenprall nicht bemerkt

Vor Ort stellten die Bundespolizisten die Beschädigung des Rampenspiegels fest und befragten den Lkw-Fahrer sowie den Vorarbeiter. Zudem telefonierten sie mit dem verantwortlichen Bauleiter eines Bauunternehmens aus Castrop-Rauxel.

Der 51-jährige Triebfahrzeugführer hatte den Zusammenprall nicht bemerkt, so die Polizei in einer Presseerklärung. Er hatte deshalb seine Fahrt fortgesetzt. Im Hagener Hauptbahnhof stellten Bundespolizisten einen etwa 12 Zentimeter langen Striemen an dem Zug fest.

Bundespolizisten leiteten Ermittlungsverfahren gegen den Lkw-Fahrer und den verantwortlichen Bauleiter wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und der fahrlässigen Körperverletzung, sowie Ordnungswidrigkeitenverfahren nach der Eisen-Bau und -Betriebsordnung ein.