Ruder-Star Malte Jakschik zieht Flugzeug im Fernsehen

Frag doch mal die Maus

Wer zieht schneller - Ein Flugzeugschlepper, wie er auf Flughäfen im Einsatz ist, oder der Deutschland-Achter mit dem Ruderer Malte Jakschik vom RV Rauxel? Diese Frage beantwortet am Samstag die Jubiläumsshow "Frag doch mal die Maus". Was es mit dem Rennen des Deutschlandachters auf sich hat, verraten wir hier.

DORTMUND

, 09.12.2016, 19:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schaffen es die Jungs, oder nicht? Zumindest bewegt hat der Deutschlandachter das Passagier-Flugzeug.

Schaffen es die Jungs, oder nicht? Zumindest bewegt hat der Deutschlandachter das Passagier-Flugzeug.

Viele Fragen beschäftigen seit 10 Jahren die Maus in ihrer ARD-Samstagsabend-Show. Kinder stellen verrückte Fragen und Promis geraten ins Schwitzen und die Maus-Experten Armin Maiwald, Christoph Biemann und Ralph Caspers erklären Rätsel des Alltags  - das ist das Erfolgsrezept der Show. Team "Maus" und Team "Elefant" spielen gegeneinander.

Am Samstag will der 10-Jährige Lasse wissen: Wer zieht ein Flugzeug schneller auf der Kurzstrecke - ein Flugzeugschlepper oder der Deutschlandachter? Jörg Pilawa kommentiert das Duell Mensch gegen Maschine, das auf dem Hamburger Flughafen stattfindet. 

Flugzeug fliegt seit 1999 mit der Maus

Wie es ausgeht, verrät auch Carsten Oberhagemann nicht. Der Sprecher des Deutschlandachters war bei der Show dabei, die im November aufgezeichnet wurde. Selbst mit Hand angelegt, hat Oberhagemann nicht. "8 plus Steuermann" - die Besetzung war klar geregelt. "Ich habe die Zwischenzeiten zugerufen", erklärte er seinen Job. Heißt: Zumindest bewegt haben die Ruderer den rund 40 Tonnen schweren Airbus A321-100 Flensburg, quasi das eigene Flugzeug der Maus. Denn im Jahr 1999 hatte die Lufthansa nach einer Dokumentation in der Kindersendung als Dankeschön das Flugzeug mit einer 1,60 Meter großen Maus beklebt. 

Die Ruderer vom Dortmunder Leistungszentrum fanden es spannend, auch einmal hinter die Kulissen eines Flughafens gucken zu können. Oberhagemann: "Für viele war das wirklich interessant, und wer kann beispielsweise schon mal ein Cockpit von innen sehen?"

Danach hieß es: ziehen. 50 Meter galt es schneller als der Flugzeugschlepper zu überwinden. Die Athleten waren sich nicht mal richtig sicher, ob es ihnen überhaupt gelingen könnte, die 40 Tonnen zu bewegen. Doch das funktionierte. Vorteil für die Sportler: Die Maschine musste erst anfahren und ankoppeln. "Wir hatten eine Art Geschirr", erzählte der Achter-Sprecher. Und als das Flugzeug erstmal rollte, war schon viel gewonnen.  

Wettkampf direkt hinterher gewonnen

Blessuren bei dem außergewöhnlichen Zweikampf gab es übrigens nicht. Und das war auch wichtig: Direkt nach dem Duell Mensch gegen Maschine flog der Deutschlandachter zum Wettkampf nach Basel. Beim BaselHead starteten etwa 100 Achter-Boote  - und die Jungs waren so gut im Training, dass sie gewannen.  

Der Deutschlandachter ist mit dem Ruderleistungszentrum in Dortmund im Ruderclub Hansa Dortmund beheimatet. Das deutche Paradeboot holte bei den Olympischen Spielen in Rio die Silbermedaille, 2012 in London gab es Gold.  
Die Jubiläums-Show "Frag doch mal die Maus" wird am Samstag, 10. Dezember, um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt. 

 

 

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