Ruhr.2010: Politiker fragen nach Kosten

CASTROP-RAUXEL Die Verwaltung hat es sich so schön strategisch zurechtgelegt. In kompakter Form sollten die angedachten Projekte für das Kulturhauptstadtjahr 2010 dem Betriebsausschuss 1 vorgestellt und dort zur Fortentwicklung und Umsetzung abgenickt werden. Aber es kam anders.

von Von Christoph Witte

, 05.03.2009, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Denn am Mittwochabend wünschten vor allem Christoph Grabowski (FDP), Hermann-Josef Bohle (FWI) und Charly Plücker (SPD) mehr Kosten-Transparenz, bevor sie ihrer Umsetzung zustimmen. Nicht um sie zu boykottieren, sondern aus Prinzip.

Künstler müssen warten Auf Druck des Ausschusses wird Beigeordneter Michael Eckhardt nun genaue Planungszahlen vorlegen. Die Konsequenz für die Künstler ist: Sie müssen noch die nächste Sitzung des B 1 abwarten, bis sie ihre Vorverträge unterschreiben können. Planungssicherheit sieht anders aus.

Kift-Projekt gesichert "Es geht mir nicht darum, dass ich an der Qualität der Projekte zweifle", so Christoph Grabowski, "ich befürchte nur, dass das Vorzeige-Projekt von Roy Kift 'Castrop-Rauxel ... ein Gedicht' durch eine Streuung der zur Verfügung stehenden Gelder Schaden nimmt." Eckhardt widersprach Grabowski in aller Deutlichkeit: "Die Stadt wird sich beim Kift-Projekt nicht lumpen lassen."

Von der Ruhr.2010 GmbH wurde das Kift-Projekt bereits als förderungswürdig eingestuft und mit einem Zuschuss von 40 000 Euro bedacht. Zudem stehen Zuweisungen des Landes in Höhe von exakt 153 752 Euro (zwei Euro pro Einwohner) zur Finanzierung der überregionalen Projekte zur Verfügung. 65 000 Euro sponsort Gelsenwasser für kulturelle Aktivitäten der Stadt im Kulturhauptstadtjahr.

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