Schafft die Welt den Kampf gegen den Klimawandel? Schreibwerkstatt fand die Antwort

Mädchen schrieben Roman

Sieben Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren sitzen in der Stadtbibliothek. Sie lesen aus einem Buch vor. Nicht aber aus irgendeinem: Es ist ihr eigenes Buch. Es geht darin um den Klimawandel.

Castrop-Rauxel

von Nico Dreier

, 04.07.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schafft die Welt den Kampf gegen den Klimawandel? Schreibwerkstatt fand die Antwort

Etwa eine Stunde lasen die sieben Nachwuchs-Autorinnen und ihre Anleiterin Heike Wulf, Literatur- und Lesepädagogin. © Nico Dreier

Zehn Treffen mit jeweils zwei Stunden Arbeit hatten die Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren. Zusammen mit Lese- und Literaturpädagogin Heike Wulf brüteten sie über einem Roman, einem eigenen Buch. Mit der Lesung am Montag um 17 Uhr in der Stadtbibliothek endete das Projekt Schreibwerkstatt. Es fand zum wiederholten Male im Rahmen des Landesprogramms Kulturrucksack NRW statt.

„Wir diskutieren ständig, was in das Buch aufgenommen wird“

Das Motto lautete diesmal Umwelt und Klima - und darin geht es nun auch in dem Roman, ebenso wie die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Heike Wulf, Leiterin des Projekts und selbst Buchautorin, sagte vor der Lesung im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir schreiben zusammen, aber wir diskutieren auch ständig, was in das Buch aufgenommen wird. Zum Beispiel war es einem Mädchen wichtig, das Thema Feminismus aufzugreifen.“

Schafft die Welt den Kampf gegen den Klimawandel? Schreibwerkstatt fand die Antwort

Die Teilnehmerinnen der Schreibwerkstatt präsentieren in der Stadtbibliothek ihren fertig gestellten Roman. Melanie Heine (M.), Leiterin der Volkshochschule, begrüßte die Gäste zur Lesung. © Nico Dreier

Als Literaturpädagogin war Wulf auch selbst an der Textarbeit beteiligt. Im Vordergrund standen aber die Gedanken und Ideen der Kinder. Sie wolle damit Spaß an der Literatur und dem Schreiben vermitteln, so Wulf in einer Broschüre auf ihrer Homepage. Außerdem gehe es ihr um die Entfaltung der Kreativität und die Erweiterung des eigenen Wortschatzes.

Probleme wie die Liebe und die Schule

Aber worum geht es eigentlich in diesem Buch konkret? Es setzt in der Gegenwart an und entführt zunächst in den Alltag von Jugendlichen, die mit pubertären Problemen und Fragen wie Liebe und Schule zu kämpfen haben. Gleichzeitig setzen sie sich für den Klimaschutz ein, indem sie an Demos der „Fridays for Future“-Bewegung teilnehmen.

Schafft die Welt den Kampf gegen den Klimawandel? Schreibwerkstatt fand die Antwort

Die Teilnehmerinnen der Schreibwerkstatt präsentieren in der Stadtbibliothek ihren fertig gestellten Roman. © Nico Dreier

„Die Idee, über den Klimawandel zu schreiben, kam uns, als Heike verkündete, dass es Neuigkeiten von Greta Thunberg gibt“, verriet eine der Teilnehmerinnen der Schreibwerkstatt. Das ist die schwedische Klimaschutzaktivistin, die weltweit mit ihren Reden und ihrem Protest gegen die Verschmutzung der Umwelt durch die Erwachsenen für großes Aufsehen sorgt.

Zeitsprung ins Jahr 2049

Dann wagt die Geschichte einen Zeitsprung ins Jahr 2049: Es geht der spannenden Frage auf den Grund, ob die Menschheit den Kampf gegen den Klimawandel gewonnen hat.

Das Buch, eigentlich ein gebundenes Heftchen, ist nicht zu kaufen. Ungefähr eine Stunde lang ist die Geschichte. Bei der Lesung in der Bücherei hörten die Eltern aufmerksam zu - und sahen auch das Lampenfieber der Mädchen, die sich nun auch Autorinnen nennen dürfen. Das gehört zu einer Lesung ja aber auch dazu.

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