Schlangenhalter sieht sich durch den Giftschlangen-Vorfall in Herne in Verruf gebracht

Kobra

Der Züchter, dessen entwischte Kobra auch in Castrop-Rauxel für Wirbel sorgt, hatte mehr Schlangen, als angegeben. Ein anderer Schlangenhalter sieht sich von ihm mit in Verruf gebracht.

Castrop-Rauxel

, 29.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schlangenhalter sieht sich durch den Giftschlangen-Vorfall in Herne in Verruf gebracht

Eine Monokelkobra ist in Herne ausgebüxt. Nahe der Castrop-Rauxeler Stadtgrenze hatte ein Schlangenzüchter knapp 20 Giftschlangen in seiner Wohnung gehalten. © David Clode/unsplash.com

Hernes Stadtrat Johannes Chudziak sagte über den Mann, der in dem Haus an der Brückstraße mehrere Giftschlangen gehalten hat: „Die Tiere, die wir am Montag aus der Wohnung gebracht haben, decken sich nicht mit der Liste der angezeigten Tiere. Deswegen können wir nicht anhand der Liste verifizieren, ob eins der Tiere fehlt.“

Nun hat sich der Schlangenhalter Frank Stepan per Leserbrief an unsere Redaktion zu Wort gemeldet. Seiner Meinung nach wirft der Züchter aus Herne ein schlechtes Licht auf alle Schlangenhalter: „Ich bin selbst seit meinem 10. Lebensjahr Halter, Pfleger und Züchter von giftigen als auch ungiftigen Schlangen. Mir ist so etwas wie in Herne noch nie passiert und sowas darf auch keinem, der solche Tiere pflegt, passieren. Ich kann es selbst nicht nachvollziehen, wie es zu sowas kommen kann“, sagt der Schlangenhalter.

Schlangenhalter vergleicht die Haltung mit Autofahrern

Die Menschen sollten es aus seiner Sicht aber unterlassen, „alle Menschen, die Gifttiere pflegen, über einen Kamm zu scheren“. Letztlich formuliert Frank Stepan einen Vergleich: „Es ist wie mit den Autofahrern: Nicht jeder, der gerne mal etwas flotter unterwegs ist, ist gleich ein Raser oder gar Mörder!“

Von der Kobra gibt es übrigens noch immer keine echte Spur...

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