Schock im Wald: Freilaufender Rottweiler greift Alpaka „Wesley“ an und beißt zu

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Am Wochenende hat ein freilaufender Rottweiler ein Alpaka der Vivamos Alpaka-Farm angegriffen und zugebissen. Der Schreck sitzt bei der Alpaka-Besitzerin tief. Sie wünscht sich mehr Umsicht.

Dingen

, 14.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Annelene Giese sagt, sie hat sich gefühlt wie „in einer Waschmaschine im Schleudergang“. Ein freilaufender Rottweiler hat am Samstag eines ihrer Alpakas angegriffen, als sie mit einer Gruppe in Wald unterwegs war.

Die Gruppe war am Samstag mit vier Alpakas und zwei Eseln im Wald zwischen Dingen und Schwerin spazieren. Sie sind ihre übliche Strecke gelaufen, bisher ist dort noch nie etwas passiert.

Panik im Wald: Rottweiler beißt Alpaka

An diesem Samstag aber wurde die Gruppe von einem Rottweiler überrascht. „Plötzlich kam ein riesiger Rottweiler angerannt und hat sofort zugebissen“, erzählt Annelene Giese von der Vivamos Alpaka-Farm. Der Hund hat das neunjährige Alpaka Wesley gebissen, das wiederum geriet in Panik und wollte flüchten. Dabei wurde Giese zu Boden gerissen. Die hat nur noch den Rottweiler über und neben sich herumspringen gesehen.

Eine Dame, die als Gast dabei war und Erfahrungen mit solchen Hunden hat, konnte den Hund mit einem Griff ins Maul zu Boden bringen und fixieren. Der Halter des Hundes traf kurze Zeit später ein.

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Schock im Wald: Freilaufender Rottweiler greift Alpaka „Wesley“ an und beißt zu

Ist geschockt über den Vorfall: Annelene Giese von der Dingener Alpaka-Farm. © Tobias Weckenbrock

„Der Halter stand völlig unter Schock und hat sich tausend Mal entschuldigt“, erzählt Giese. Ihr ginge es nicht darum, den Hundehalter „in die Pfanne zu hauen“, sie möchte für das Thema sensibilisieren. „Ich will darauf aufmerksam machen, wie gefährlich es sein kann, seinen Hund frei laufen zu lassen. Und dabei geht es nicht nur um die Alpakas. Es hätte sich auch um Kinder handeln können.“

Laut Landesforstgesetz NRW (§ 2, Abs. 3) dürfen Hunde außerhalb von Waldwegen nur angeleint mitgeführt werden. Auf Waldwegen dürfen sie ohne Leine laufen. Es gilt allerdings die Sicherungspflicht. Der Halter muss sein Tier aber zu jeder Zeit im Blick haben und zurückrufen können.

Das gilt allerdings nicht für gefährliche Hunde. Das Landeshundegesetz NRW sieht vor, dass gefährliche Hunde an der Leine und mit Maulkorb zu führen sind. Gefährliche Hunde sind demnach Hunde, „die aggressionssteigernd gezüchtet oder ausgebildet wurden oder durch Fehlverhalten ihre Gefährlichkeit unter Beweis gestellt haben und dies nach einer amtstierärztlichen Begutachtung durch die zuständige Ordnungsbehörde verbindlich festgestellt wurde“.

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Ein bisschen Fell fehlt - sonst geht es dem Alpaka gut

Nach dem Schock konnte die Gruppe ihren Weg fortsetzen und zur Alpaka-Farm zurückkehren. Das angegriffene Alpaka hat alles so weit gut überstanden. Dem Tier fehlt nun etwas Fell, aber blutige Stellen konnten nicht ausgemacht werden. Abgesehen von ein paar Schmerzen, die durch den Sturz verursacht wurden, geht es auch Annelene Giese soweit gut. Nur ihre Brille hat es nicht unbeschadet überstanden. „Und der Schreck sitzt tief.“

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