Schon wieder ein Tagesbruch in Castrop-Rauxel

Nach Ickern jetzt Obercastrop

Kaum ist das Ickerner Loch verfüllt, hat sich Sonntag auch in einem anderen Castrop-Rauxeler Stadtteil ein Loch aufgetan. In einer der gepflasterten Nebenstraßen der Kreuzstraße in Obercastrop versank einer der Kleeblatt-Steine in den Boden, darunter ist ein Hohlraum sichtbar.

CASTROP-RAUXEL

, 29.02.2016, 10:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu Schaden kam niemand. Der Tagesbruch ist nicht vergleichbar mit dem Anfang Dezember in Ickern, als ein Junge plötzlich in den Boden sank. 

Die Sicherung der Stelle wurde noch am Sonntag nach einem Anruf einer Anwohnerin von der Polizei veranlasst. Am Montagmorgen war der EUV bereits vor Ort, um die Stelle zu inspizieren.

Was auf den ersten Blick eher harmlos aussieht, könnte nach Angaben von EUV-Mitarbeiter Andreas Ratajczak größere Dimensionen annehmen. „Mit meinem Stab bin ich locker 1,50 Meter in die Erde gekommen“, berichtete er.

Was ist die Ursache für das Loch?

Über die Ursache könne er nur spekulieren. „Verantwortlich könne sowohl der Abwasserkanal in der Mitte der Straße sein, als auch Hausanschlüsse die unzureichend verdichtet worden sind“, sagte er. Auffällig in der Sackgasse: Vor jedem Haus ist eine kleinere Delle sichtbar, die mit großer Wahrscheinlichkeit von unzureichender Bodenverdichtung nach der Verlegung von Telefonanschlüssen zeugen.

EUV-Chef Michael Werner versprach eine rasche Reparatur. „Wir haben Sofortmaßnahmen am Wochenende eingeleitet,  jetzt wird wird das abgearbeitet, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Allerdings habe er noch keine Kenntnisse davon, „was die Kollegen im Ergebnis festgestellt haben und was zu tun und zu lassen ist.“

Es sei nicht ungewöhnlich für das Stadtgebiet von Castrop-Rauxel, dass man Tagesbrüche im Bereich von Kanalisationseinrichtungen habe. Soweit er wisse, befinde sich das Loch im Umfeld eines Schachtbauwerkes.

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