Schuleingangs-Untersuchungen wegen Corona aufgeschoben, nicht aufgehoben

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Vor dem Beginn des Schullebens steht für die Kinder die Schuleingangs-Untersuchung. Durch die Corona-Krise konnte sie nicht wie gewohnt stattfinden. Jetzt aber gelten neue Regeln.

Kreis Recklinghausen

, 07.07.2020, 07:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schuleingangs-Untersuchungen finden nun doch statt. Das hat das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen auf Anfrage bekannt gegeben. Sie laufen zwar nicht wie gewohnt ab, aber kein Elternhaus muss besorgt sein, dass ihr Spross am Ende der Sommerferien nicht in die Schule gehen kann.

Das Gesundheitsamt konnte zwar laut eigener Aussage vier Monate lang keine Untersuchungen durchführen. Aber seit Mitte Juni würden wieder Kinder untersucht.

Die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes waren während der Hochphase der Corona-Infektionen seit März an der Kontakt-Nachverfolgung beteiligt: Sie arbeiten daran mit, Infektionsketten nachzuvollziehen und Kontakte in Quarantäne zu versetzen. Jetzt haben sie wieder Zeit für die Untersuchungen und wollen so viele Kinder wie möglich dran nehmen.

Die Kinder können noch im Schuljahr untersucht werden

Kinder, die jetzt nicht mehr an der Schuleingangs-Untersuchung teilnehmen, können im Laufe des ersten Schuljahres bei Auffälligkeiten immer noch nachträglich vom Gesundheitsamt begutachtet werden.

Eine Schuleingangs-Untersuchung überprüft den Entwicklungsstand der Kinder und stellt möglichen Förderbedarf fest.

Das jetzige Verfahren ist laut dem Gesundheitsamt in enger Abstimmung mit den Kitas und Schulen entstanden. In den nächsten Tagen würden Eltern durch ein Schreiben über das Vorgehen informiert. Durch möglichst viele Tests vor dem Beginn des Schuljahres und das Nachtesten im Laufe des ersten Schuljahres hoffe man, kein Kind mit Auffälligkeiten zu übersehen.

Viele verschiedene Fähigkeiten werden getestet

In der Untersuchung werden Sehen und Hören, Größe und Gewicht, Rechenverständnis, Sprachkompetenz und viele weitere Aspekte überprüft. Eltern werden auf Probleme hingewiesen und erhalten Hilfestellungen für das weitere Vorgehen.

Das Verfahren, nach dem die Kinder getestet werden, ist standardisiert. Es nennt sich „Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen“, kurz SOPESS. Alle Kinder in NRW werden nach denselben Vorgaben untersucht.

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Stellt sich bei einer Untersuchung heraus, dass ein Kind eine Sehschwäche aufweist, werden die Eltern dazu angehalten, einen Augenarzt aufzusuchen. Das Gesundheitsamt hält nach, ob der Besuch stattgefunden hat und das Kind zum Beispiel eine Brille erhalten hat. Wenn die Eltern nicht in der Lage sind, einen Termin zu vereinbaren, hilft das Gesundheitsamt.

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