Schulverwaltung weist eine Benachteiligung zurück

Künftige Teilstandorte

Unmittelbar vor dem Anmeldeverfahren für die neuen I-Dötzchen in der kommenden Woche hat die Stadtverwaltung Vorwürfe zurück gewiesen, das vom Rat beschlossene Auslaufen der Grundschulen Harkortschule und Grüner Weg gezielt beschleunigen zu wollen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 13.10.2011, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Grundschule Am Hügel hatte am Donnerstag ihren Tag der Offenen Tür im Angebot. Als Profilschule mit Schwerpunkt musische Bildung gehört die Tanzausbildung, hier mit Tanzlehrer Rolf Gildenast, zu den beliebtesten Fächern.

Die Grundschule Am Hügel hatte am Donnerstag ihren Tag der Offenen Tür im Angebot. Als Profilschule mit Schwerpunkt musische Bildung gehört die Tanzausbildung, hier mit Tanzlehrer Rolf Gildenast, zu den beliebtesten Fächern.

"Allein die Eltern bestimmen mit ihrem Wahlverhalten, ob diese beiden Schulen weiterbestehen sollen oder nicht", stellte Schulamtschef Volker Hilgenstock in einem kurzfristig einberufenen Pressegespräch Donnerstag Nachmittag klar. Gleichzeitig zeigte er sich aufgrund der Prognosezahlen zuversichtlich, dass beide Schulen Eingangsklassen gründen können. Der Verwaltung sei nicht daran gelegen, aktiv die Schließung der künftigen Teilstandorte zu betreiben, versicherte er. Alles andere sei "infame Unterstellung". "Wir begrüßen es, wenn Eltern sich zu ihrem Standort bekennen", versicherte Hilgenstock.

Anlass zu dieser Klarstellung waren Beschwerden von Eltern, aber auch der betroffenen Schulleiter, darüber, dass beide Schulen nicht mehr als Anmeldestandorte zur Verfügung stehen. Daraufhin hatte die Harkortschule auf ihren Tag der Offenen Tür verzichtet, der Grüne Weg auf seine traditionelle Elterninformation. "Die Eltern fordern von uns eine Bestandsgarantie, die wir ihnen nicht geben können", begründeten Harkort-Schul-Chef Jochen Bell und Grüner-Weg-Schulleiterin Brigitte Ring ihre Absagen. Gleichzeitig warben sie noch einmal bei den Eltern ihrer Stadtteile inständig für ihre Einrichtungen."Vom kommenden Schuljahr an auslaufen" "

Nach dem Ratsbeschluss vom 14. Juli können beide Schulen im kommenden Schuljahr nur dann eine Eingangsklasse bilden, wenn es an den jeweiligen Mutterschulen Cottenburgschule und Am Hügel zu 60 plus x Anmeldungen kommt. Die Mutterschule muss nämlich laut Schulaufsicht die Höchstzahl von zwei Klassen à 30 Schüler ausschöpfen, bevor die Dependance zum Zuge kommt. Dass ein solches Szenario nicht gänzlich auszuschließen ist, räumte Hilgenstock auf Nachfragen ein. "Wenn es ganz schlecht läuft, könnte ein Teilstandort bereits vom kommenden Schuljahr an auslaufen", bestätigte er die bestehende Rechtslage.

 

 

 

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