Schlangen-Drama beendet: So fand der EUV-Stadtbetrieb die Kobra von Herne

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Diese Geschichte aus der direkten Nachbarschaft von Castrop-Rauxel hat am Freitagabend nach fast einer Woche ein gutes Ende gefunden: durch den EUV-Stadtbetrieb aus Castrop-Rauxel.

Castrop-Rauxel

, 30.08.2019, 18:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der EUV-Stadtbetrieb ist am Freitagabend deutschlandweit berühmt geworden: Mitarbeiter entdeckten gegen 16.45 Uhr die Schlange von Herne.

So kam es zu diesem glücklichen Fund:

Der Ordnungsdezernent aus Herne rief am Freitag-Nachmittag um 15 Uhr Bürgermeister Rajko Kravanja an. Man bräuchte Unterstützung in Herne, hieß es. Beziehungsweise in Castrop-Rauxel. Denn: Die Häuser an der Bruchstraße grenzen direkt an Castrop-Rauxeler Stadtgebiet an. Es ist sogar so: Die Wiesen hinter den Häusern sind Castrop-Rauxel, die Häuser in Herne.

Das Problem: Die Fläche müsse gemäht werden, so der Ordnungsdezernent im Gespräch mit dem Bürgermeister. Denn man müsse davon ausgehen, dass die Schlange nicht im Haus sei - also wahrscheinlich irgendwo außerhalb.

„Wir sind dann recht schnell rüber gefahren“, so Bürgermeister Kravanja im Interview mit unserer Redaktion: Thorsten Werth-von Kampen, sein Referent Sven Dusza und Kravanja selbst. „Wir haben uns angesehen, wem die Fläche wirklich gehört. So stellte sich heraus, dass das tatsächlich eine Castrop-Rauxeler Fläche ist.“

Schlangen-Drama beendet: So fand der EUV-Stadtbetrieb die Kobra von Herne

Ein riesiges Medienaufkommen auf der Bruchstraße in Herne am Freitagabend. © Matthias Stachelhaus

Alle Maschinen auf dem EUV-Hof

Man habe vor Ort gleich vereinbart, dass man ausrücke: Der EUV hat am Samstag Tag der offenen Tür am Westring. So war klar, dass alle Maschinen schon auf dem Betriebshof standen.

So rückten sieben EUV-Mitarbeiter mit dem Mähroboter an. Der verfügt über spezielle Ketten, mit denen man unwegsames Gelände mähen kann, und funktioniert mit einer Fernbedienung, die ein Mitarbeiter in der Hand hält.

Auftrag war nicht, nach der Schlange zu suchen

Auftrag war nicht, nach der Schlange suchen, sondern lediglich, das städtische Grundstück zu mähen. Kravanja: „Durch die Lautstärke der Maschine ist aber anscheinend die Schlange aufgeschreckt worden.“ Mitarbeiter Andreas Wilczek fand sie als erster am Treppenaufgang einer Kellertür.

Bürgermeister Rajko Kravanja jubelte auf: „Ich bin sehr froh“, sagte er im Interview. „Die armen Anwohner! Das war ja eine grausame Situation, weil sie von Presse und Schaulustigen belagert wurden. Nun kann da endlich wieder Ruhe einkehren. Wenn wir dann noch Amtshilfe leisten konnten: umso besser.“

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