Solidarfonds-Schlagerparty wegen Coronavirus verschoben: Der neue Termin gefällt nicht jedem

mlzSchlagerparty

Die Solidarfonds-Schlagerparty in der Europahalle muss wegen des Coronavirus verschoben werden. Der Veranstalter hat einen neuen Termin gefunden - der aber auch für Kritik sorgt.

Castrop-Rauxel

, 10.03.2020, 15:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Veranstalter hatte es schon befürchtet, jetzt haben die Fans Gewissheit: Die für 20. März (Freitag) geplante Solidarfonds-Schlagerparty ist abgesagt. Ein neuer Termin steht allerdings schon fest: Am 6. September (Sonntag) soll die Party in der Europahalle stattfinden.

Durch die behördliche Anordnung, alle Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abzusagen, kann auch Castrop-Rauxels größte Party nicht wie geplant stattfinden. Das teilte der Veranstalter Dr. Michael Kohlmann am Dienstagmittag bei Facebook mit. Kohlmann hatte rund 3000 Besucher erwartet.

Sonntagstermin sorgt für Kritik

Doch Michael Kohlmann hatte schon damit gerechnet, absagen zu müssen. Daher habe er vorsorglich einen Ausweichtermin in der Europahalle geblockt. Dass der nun auf einen Sonntag fällt, gefällt allerdings einigen Kartenbesitzern nicht. „Unmöglich“, „Warum sonntags?“, „Sonntag? Blöder geht nicht“, lauten einige Kommentare unter dem Beitrag mit der Absage.

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Er hatte vorsorglich die Europahalle von Freitag bis Sonntag geblockt, vom 4. bis 6. September, erzählt Kohlmann. Dass es nun der Sonntag geworden sei, liege schlicht an den Künstlern: „Die haben ja auch noch andere Engagements“, sagt der Veranstalter.

Nur am 6. September hätten alle Künstler, von Kerstin Ott über Jürgen Drews bis Anna Maria Zimmermann, Zeit gehabt. Mit diesem Termin könne er das Line-Up mit hochkarätigen Künstlern halten, sagt der Veranstalter.

Alternative wäre komplette Absage gewesen

Die Alternative zur Verschiebung wäre eine komplette Absage gewesen. Dann hätte die Schlagerparty in diesem Jahr gar nicht statt gefunden. Und das wolle er nicht, sagt Kohlmann. Schließlich kommt der Erlös benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugute. Von 2008 bis 2014 habe die Schlagerparty immer sonntags stattgefunden – und sei gut besucht gewesen.

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„Man kann es nicht jedem Recht machen“, sagt Kohlmann. Vielleicht sei es dem ein oder anderen Schlagerfan, der am nächsten Tag arbeiten muss, möglich, Überstunden abzufeiern oder einen halben Tag Urlaub zu nehmen, um auszuschlafen.

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Da es nun ein Sonntag geworden ist, beginnt der Einlass schon um 15 Uhr, das Programm beginnt um 17 Uhr. Alle bislang verkauften Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wer im September nicht kommen kann, kann die Tickets dort zurück geben, wo er sie gekauft hat. Das Geld wird erstattet.

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