Sonnenfinsternis ist Gesprächsthema an Schulen

In Castrop-Rauxel

"Sofi" ist die schnöde Abkürzung für das kommende Himmelsschauspiel. Und "Sofi" kommt nicht alleine daher, sondern mit Vorschriften und Tipps. Dabei stehen besonders Kinder und Jugendliche im Fokus. Wie ist die Situation an den Schulen in Castrop-Rauxel? Ein Fragen und Antworten zur Sonnenfinsternis am Freitag.

CASTROP-RAUXEL

, 19.03.2015, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sonnenfinsternis ist Gesprächsthema an Schulen

So ist's korrekt: Niemand sollte die Sonnenfinsternis am Freitag ohne spezielle Schutzbrille beobachten.

Haben die Schulen besondere Post bekommen?

In der vergangenen Woche, darauf verweist WBG-Chefin Violetta Kroll-Baues, hat die Schulen über die Bezirksregierung in Münster ein Erlass des Schulministeriums erreicht. Daraus gehen bestimmte Regeln hervor, damit sich die Schüler (und natürlich auch die Lehrer) nicht verletzen, wie Ulla Lütkehermölle von der Bezirksregierung erklärt.

Wie lautet denn das Gebot der Stunde?

Auf keinen Fall ohne eine Schutzbrille zugucken, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt und sie bis zu 82 Prozent verdeckt. Was in Castrop-Rauxel in der dritten und vierten Schulstunde passiert. Eine normale Sonnenbrille als Schutz ist völlig ungeeignet.

Wie war die Nachfrage nach solchen Brillen?

Bei Brillen Mues Sternemann in der Altstadt gingen sie weg wie die berühmten warmen Semmeln. Montagmorgen wurden die letzten beiden verkauft, wie eine Mitarbeiterin berichtet. Wie viele geordert waren, konnte sie nicht sagen.

Optikerin Petra Hagemann ärgert sich hingegen ein Loch in den Bauch. Sie sagt: "Diesmal ging die Sonnenfinsternis als Thema total an mir vorbei. Dabei hätte ich bestimmt 1000 Brillen verkaufen können."

Brillen Fielmann ist von der Zentrale nicht mit Schutzbrillen ausgerüstet worden.

Wie wird an den Schulen am Freitag verfahren?

"Der Erlass hängt bei uns aus", erklärt Vioeletta Kroll-Baues, Leiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule, und ergänzt: "Wir hoffen, dass sich alle dran halten."

An der Marktschule in Ickern läuft eine Gemeinschaftsaktion. "Beim letzten Mal, als wir Sonnenfinsternis hatten, war das total begeisternd für die Kinder", erinnert sich Schulleiterin Ute Lüdke. Leider habe die Grundschule nicht für alle 310 Kinder eine Schutzbrille auftreiben können. Sie seien schnell ausverkauft gewesen. Für eine Klasse sei ein Satz gespendet worden. "Vielleicht gucken wir auch abwechselnd auf dem Schulhof zu", sagt Ute Lüdke.

Am Adalbert-Stifter-Gymnasium gibt es individuelle Lösungen, wie Physiklehrer Martin Brennscheidt berichtet. Ein Kollege gehe mit seiner Klasse in den Erin-Park. Er selbst mit seinem Leistungskurs Physik auf den Schulhof - selbstverständlich ausgerüstet mit Schutzbrillen. Aber auch ein Fernrohr gehört zur Ausstattung. "Sicherheit ist das höchste Gebot", sagt Brennscheidt

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