Spannung und ein wenig Gegrusel

CASTROP-RAUXEL Wer an Edgar Wallace denkt, dem fallen sofort die schrill-schrägen 60er-Jahre-Verfilmungen mit Klaus Kinski, Heinz Drache oder "Blacky" Fuchsberger ein.

12.09.2007, 11:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Britischer Humor

Britischer Humor

Natürlich sei typisch britischer Humor im Stück, und auch sehr viel Biografisches, sagt Friese und zählt auf: Journalismus komme vor (Wallace war gelernter Journlist und eine Zeit lang als Kriegsberichterstatter tätig) und Geldsucht (Wallace war spielsüchtig, brauchte viel Geld) und auf jeden Fall auch tiefgründige Charaktere, "die in den Filmen so nie vorkamen.

Die WLT-Inszenierung werde ein Panorama von Figuren zeigen, die alle was zu verbergen haben. Und das bedeutet für die Schauspieler: "Ihr müsst euch in euren Rollen permanent verdächtig machen", gibt Friese vor und freut sich schon darauf, im schwarz-weiß-rot ausgestattetem WLT-Studio "eine Welt zu schaffen, in der keiner dem anderen trauen wird."

Mörder schnell klar

Und dass es letztlich und natürlich äußerst spannend in der Geschichte zugehen wird, ist klar. Auch wenn für den Zuschauer bereits vor der Pause feststehen wird, wer der Mörder ist.

Tankred Schleinschock gruselt sich gern. Sagt er schmunzelnd. Deshalb war es für ihn klar, die Regie fürs neue große Stück "Das Gespenst von Canterville ", ein Musical für Kinder ab fünf Jahren, zu übernehmen. Ihm zur Seite steht das bewährte Ensemble mit Stefan Leonard, Gerrit Pleuger, Denise Elsen, Alexander Leder und den Gästen Tobias Teschner und Andrea Walter. Es ist das gleiche Team, das auch im erfolgreichen Stück "Der Sängerkrieg der Heidehasen" zu bewundern ist. Auch dies eine Inszenierung von Schleinschock.

"Ich liebe es, Stücke zu machen, an denen Kinder und Erwachsene gleichermaßen ihre Freude haben", so der musikalische Leiter des WLT.

Satirische Art

An der Canterville-Story lobt er die satirische Art und Weise, mit der Oscar Wilde sie erzählt. "Tolle Literatur" sei das, so Schleinschock, der seine Inszenierung vor allem auf das witzige Dialog- und Situations-Feuerwerk abstellen wird, was sich ergibt, wenn englische auf amerikanische Kultur trifft. Neun Songs, die Schleinschock neu geschrieben und komponiert hat, werden das rund 80minütige trubelige Bühnengeschehen begleiten, das bei alledem auf jeden Fall eines ganz sicher verspricht: "Hier darf sich auf angenehme Weise gegruselt werden."

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