SPD Castrop-Rauxel wünscht sich Verschiebung der Kommunalwahl

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Eigentlich hat sie den Krisenmanager-Bonus, und doch will die SPD Castrop-Rauxel die Kommunalwahl 2020 lieber verschieben - aus Sorge um andere Parteien und Kandidaten.

Castrop-Rauxel

, 29.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Kommunalwahl ist für den 13. September 2020 terminiert. An diesem Termin will die aus CDU und FDP zusammengesetzte Landesregierung auch trotz der Corona-Krise festhalten. Auch wenn richtiger Straßenwahlkampf aufgrund der Kontaktbeschränkungen und des Verbots größerer Versammlungen nur schwer möglich ist.

Unsere Redaktion befragte alle in Castrop-Rauxel aktiven Fraktionen sowie die AfD, die im vergangenen Jahr einen Ortsverein gründete und vermutlich in diesem Jahr erstmals bei der Kommunalwahl in Erscheinung treten wird.

Die SPD, die bei der Ratswahl 2014 mit 40,1 Prozent die meisten Stimmen bekam, wagt sich dabei bisher am weitesten vor: Sie fordert nach einer Fraktionssitzung am Montagabend, die Wahl zu verschieben.

SPD begründet Wunsch nach neuem Kommunalwahl-Termin

Als Hauptgründe gibt Fraktionschef Daniel Molloisch an, dass kleine Wählergemeinschaften oder Einzelkandidaten Schwierigkeiten haben dürften, bis zum Stichtag 16. Juli genug Unterschriften für eine Kandidatur zu bekommen. „Da haben es die etablierten Parteien einfacher“, so Molloisch. „Das wäre ungerecht.“

Das ist aber nicht Molloischs einzige Sorge. Wahlkampf bedeute direkten Kontakt zum Bürger. „Online-Foren und Videokonferenzen schließen einen Teil der Menschen damit automatisch aus“, begründet die SPD ihren Vorstoß. Auch eine Briefwahl stelle für viele Menschen eine hohe Hürde dar. Wahlkampf und Wahlkreiskonferenzen könnten nicht wie geplant laufen.

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