Knapp 80 Menschen mussten nach der Ratssitzung in der vergangenen Woche am Dienstag (8.12.) zum Corona-Test in die Europahalle. © Tobias Weckenbrock
Schnelle Reihentestung

Stadt: Schneller Massentest nach Ratssitzung nicht ungewöhnlich

Zwei Tage nach Bekanntwerden eines Corona-Falls wurde für die Anwesenden der letzten Ratssitzung ein Massentest angeordnet. Schulen haben auf eine ähnliche Maßnahme deutlich länger gewartet.

Die Sitzung des Stadtrates ist eine der wenigen Großveranstaltungen, die in der aktuellen Situation noch stattfinden darf. Die Vorsichtsmaßnahmen bei der Sitzung am vergangenen Donnerstag (3.12.) waren deshalb äußerst hoch.

Glücklicherweise möchte man meinen, denn am Sonntag stellte sich heraus, dass ein Ratsmitglied am Freitag am Arbeitsplatz positiv auf das Coronvirus getestet worden war.

Bereits zwei Tage später, am Dienstag (8.12.), waren zwei DRK-Mitarbeiter für alle Beteiligten zum Massentest in der Europahalle. Einige Schulen in der Stadt hatten in den Vorwochen auf eine solche Maßnahme zum Teil deutlich länger warten müssen.

Lindenschule muss sechs Tage warten

Knapp eine Woche lag beispielsweise an der Lindenschule in Frohlinde zwischen dem Auftreten eines positiven Corona-Falls und der vom Gesundheitsamt angeordneten Reihentestung. Am Freitag (30.10.), war dort ein Kind positiv getestet worden. Erst am darauffolgenden Donnerstag wurden 34 weitere Schüler von einem mobilen Einsatzteam des Deutschen Roten Kreuzes auf eine mögliche Infektion hin getestet.

Die erste richtige Ratssitzung der neuen Periode in der Europahalle: Für die Mitglieder galt Maskenpflicht und Abstand halten.
Die erste richtige Ratssitzung der neuen Periode in der Europahalle: Für die Mitglieder galt Maskenpflicht und Abstand halten. © Tobias Weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Sechs Tage, in denen sich die betroffenen Schüler und Eltern in einer ungewissen Situation befanden. Im Falle des Castrop-Rauxeler Stadtrates dauerte es hingegen nur zwei Tage bis zum Massentest.

Knapp 80 Menschen mussten getestet werden

Laut Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi ist dieser Unterschied nicht ungewöhnlich: „Wann eine solche Reihentestung durchgeführt wird, hängt immer auch mit den Kapazitäten der Einsatzteams zusammen. Und diese können natürlich etwas unterschiedlich sein.“

Auch an Schulen und Kitas sei es zu verschiedenen Abläufen gekommen. „Es gab auch Einrichtungen, die ebenfalls nach ein oder zwei Tagen ein Einsatzteam vor Ort hatten. Allerdings ist auch richtig, dass es ab und zu etwas länger dauert“, so Fulgenzi.

Im Falle des Stadtrates habe zunächst auch erst einmal geklärt werden müssen, ob sich die anderen Anwesenden der Sitzung überhaupt einem Test unterziehen sollten. „Die Vorsichtmaßnahmen waren hoch und es wurde immer eine Maske getragen. Zwischendurch standen die Ratsmitglieder aber auch zu Fraktionsgesprächen zusammen. Deshalb war der Massentest letztlich erforderlich“, erklärt die Stadtsprecherin. Wann die Ergebnisse der Tests vorliegen werden, war am Mittwochnachmittag (9.12.) noch unklar.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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