Stadtteilverein Mein Ickern will 2021 zwei besondere Projekte umsetzen

mlzFördergelder

Der Stadtteilverein Ickern ist aus dem Bürgerbudget und von der Sparkasse mit frischen Fördergeldern bedacht worden. Die sollen im Jahr 2021 in zwei ganz besondere Projekte investiert werden.

Ickern

, 21.10.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Stadtteilverein Mein Ickern hat sich mit einem besonderen Projekt um Förderung aus dem neuen Bürgerbudget der Stadt beworben, das in diesem Jahr erstmals zur Verfügung steht und mit insgesamt 35.000 Euro ausgestattet ist.

Am Donnerstag (15.10.) hat sich der Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung in seiner Sitzung mit den Anträgen für das Bürgerbudget auseinandergesetzt und dabei unter anderem das Ickerner Projekt „Ickards – ein Kunstprojekt zur Förderung der Stadtteilidentifikation und Nachbarschaft“ mit einer Förderung von rund 3800 Euro bedacht.

Nach der finalen Freigabe durch den Haupt- und Finanzausschuss kann es dann nun in 2021 umgesetzt werden. Marc Frese, Chef des Stadtteilvereins: „Wir freuen uns über die positive Resonanz und bedanken uns bei den Ausschussmitgliedern für ihr Votum.“

„Ickards“: Klappkarten-Serie von 15 Motiven

Angeregt von den Kontaktsperren zur Einschränkung der Corona-Pandemie, die gezeigt haben, wie schnell Menschen beim Verlust von sozialen Kontakten in die Vereinsamung rutschen, wollen die „Ickards“ dabei helfen, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Der Stadtteilverein möchte den Menschen in Ickern und Castrop-Rauxel mit den „Ickards“ eine Klappkarten-Serie von 15 Motiven vorlegen. Die Karten beinhalten jeweils ein Motiv auf der Vorderseite, das sich mit Ickern befasst.

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Hierzu ist eine künstlerische Aufbereitung von Fotos, Illustrationen und typografischen Elementen geplant, um so den Charakter einer Sammelreihe entstehen zu lassen. Die Gestaltung soll Sarah Lamsfuß übernehmen. Die freie Fotokünstlerin und Designerin lebt mit Ihrer Familie in Ickern. Sie engagiert sich seit der Gründung im Stadtteilverein.

Die Karten sollen dann möglichst mit lieben Worten im Inneren an einen Mitmenschen verschicket werden unter dem Motto: „Wir haben dich nicht vergessen“. Zugleich sollen die Karten die Qualität haben, gerahmt als Kleinkunst an die Wand gehängt zu werden.

Im Innenteil befindet sich eine kurze Information zum ausgewählten Motiv und neben kleineren künstlerischen Details genügend Platz, seinen Worten Ausdruck zu verleihen.

Projekt wird gut 5000 Euro kosten

Damit die „Ickards“ auch genau bei der oben beschriebenen Zielgruppe ankommen, möchte der Stadtteilverein bei der Verbreitung mit den sozialen, caritativen und kirchlichen Einrichtungen im Stadtteil zusammenarbeiten und diesen die Karten kostenlos anbieten.

Diese Einrichtungen wiederum können die Karten dann – gerne gegen eine Spende für ihre gemeinnützigen Projekte im Stadtteil – anbieten. So ergibt sich ein Mehrfachnutzen für Ickern und die hier lebenden Menschen.

Die Gesamtkosten des Projekts hat Mein Ickern mit 5060 Euro veranschlagt, von denen der Verein 25 Prozent selbst stemmen will. Der Rest kann nun über das Geld aus dem Bürgerbudget bestritten werden. 2380 Euro werden für die Künstlerin fällig, der Rest wird für jeweils 100er-Auflagen der 15 Motive samt Umschlägen benötigt.

Sparkasse spendet für „Ickerner Schachtmarken“

Der Ickerner Verein kann sich aber auch noch über eine zweite Zuwendung freuen: Eine Spende der Sparkasse Vest Recklinghausen ermöglicht die Weiterführung der „Ickerner Schachtmarken“, mit denen seit diesem Jahr in Ickern an Häusern an Gaststätten erinnert werden, die die Ortsteilgeschichte mitgeprägt haben.

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Im Mai 2020 hatte Mein Ickern der Sparkasse Vest Recklinghausen einen Projektantrag für die Weiterführung der Schachtmarken auch im Jahr 2021 vorgelegt und um eine finanzielle Unterstützung gebeten.

Marc Frese: „Am vergangenen Freitag erhielten wir erfreuliche Post: Aus den 88 Spendenanträgen mit einem Gesamtvolumen von 220.000 Euro wurde unser Antrag ausgewählt und die beantragte Spendensumme von 2500 Euro bewilligt.“

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