Studentinnen aus Castrop-Rauxel gehören zu den NRW-Stipendiaten

Ausgezeichnet

CASTROP-RAUXEL Sie besuchten gemeinsam den Mathekurs, dann kam das Uni-Leben. Jetzt gehören Johanna Waimann und Nura Al Zubeir zu den ersten NRW-Stipendiaten. Neben der Ehre zahlt sich das Stipendium auch aus.

von Von Michael Fritsch

, 22.10.2009, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johanna Waimann und Nura Al Zubeir.

Johanna Waimann und Nura Al Zubeir.

In relativ schneller Zeit ist jetzt gerade wieder etwas passiert, und zwar etwas durchaus Bemerkenswertes: Zusammen mit ihrer Merklinder Kommilitonin Johanna Waimann (20) gehört die frühere ASG-Schülerin mit syrischen Wurzeln zu den ersten Empfängern des neuen NRW-Stipendiats.

In relativ schneller Zeit ist jetzt gerade wieder etwas passiert, und zwar etwas durchaus Bemerkenswertes: Zusammen mit ihrer Merklinder Kommilitonin Johanna Waimann (20) gehört die frühere ASG-Schülerin mit syrischen Wurzeln zu den ersten Empfängern des neuen NRW-Stipendiats.

300 Euro pro Monat

„Für herausragende Studienleistungen und besonderes Engagement“, wie es auf dem von RUB-Rektor Professor Elmar Weiler unterzeichneten Dokument heißt. Und das Gute daran: Die hohe Auszeichnung ist nicht nur eine ideelle Geste, sondern auch mit einer für Studierende durchaus spürbaren Aufstockung ihres zumeist chronisch knappen Etats verbunden: 300 Euro pro Monat erhalten die beiden nun vorerst für ein Jahr.

Zusätzliches Geld, das beide gut gebrauchen können: Nura, die von zu Hause ausgezogen ist und in Querenburg wohnt, „zur Deckung der laufenden Betriebskosten“, wie sie formuliert. Johanna, die bei ihren Eltern in Merklinde lebt, spart das Geld hingegen für ihr Auslandssemester, das sie fest eingeplant hat.Gemeinsam im Mathe-Leistungskurs Zuvor wollen beide, die sich bereits seit längerem aus dem gemeinsamen Mathe-Leistungskurs am ASG kennen, ihren Bachelor-Abschluss bauen. Während Johanna ihren Praxis-Teil am Bau bereits zur Hälfte hinter sich hat, steht Nura diese auch nicht ganz so leichte Prüfung noch ganz bevor. Denn im Gegensatz zum Studiengang Bauingenieurwesen, in dem Frauen zumindest in Bochum bereits in der Mehrheit sind, ist das Handwerk am Bau noch zu annähernd hundert Prozent männlich. „Die einzige Frau, die da rumläuft, ist höchstens Mal eine Architektin“, weiß sie aus eigener Anschauung.

Die Auszeichnung bedeutet großes Lob Dass sie mit ihrem Studiengang alles richtig gemacht haben, das wissen beide spätestens nach der Auszeichnung jetzt schon. Was sie mal später machen wollen, ist hingegen noch völlig offen: „Dafür ist es noch viel zu früh“, sind sich beide einig.

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