Sturm Sabine: Schulen geschlossen, Züge fahren nicht, Feuerwehr-Einsätze - im Ticker

Orkan-Warnung

Das Sturmtief Sabine fegt über Castrop-Rauxel hinweg. Pendler könnten am Montag Probleme bekommen. An dieser Stelle halten wir Sie auf dem Laufenden über das Geschehen in Castrop-Rauxel.

Castrop-Rauxel

, 09.02.2020, 13:11 Uhr / Lesedauer: 9 min
Sturm Sabine: Schulen geschlossen, Züge fahren nicht, Feuerwehr-Einsätze - im Ticker

Die Feuerwehr musste mancherorts herabgefallene Äste von den Straßen räumen. Orkan Sabine blieb ansonsten aber ohne größere Auswirkungen. Hier ein Bild von der Dorlohstraße in Dingen. © Tobias Weckenbrock

Das Wichtigste im Überblick:

  • Schulen sind am Montag geschlossen.
  • Stadtverwaltung rät auch von Kita-Besuch ab.
  • Bus-und Bahnverkehr am Montag eingeschränkt
  • Feuerwehr musste zu mehreren Einsätzen ausrücken.
  • Der Sturm hat zu Zustellproblemen unserer Zeitung geführt. Die digitale Montagausgabe ist freigeschaltet.

14.30 Uhr: Wir beenden unsere Live-Ticker
Es bleibt windig: Bis zum Abend werden für Castrop-Rauxel noch immer Sturmböen von etwa 80 Stundenkilometer erwartet. Doch große Einsätze verzeichnet die Feuerwehr nicht mehr. Wir beenden damit unsere Berichterstattung im Live-Ticker.

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14.15 Uhr: Die Feuerwehr ist weiter im Einsatz
Die Arbeit für die Feuerwehr ist noch nicht getan. Sechs Einsätze verzeichneten die Einsatzkräfte am Vormittag, sagt Sprecher Michael Meissner. Dabei handele es sich um typische Sturmschäden wie Äste, die auf eine Fahrbahn zu stürzen drohen, ein lockeres Verkehrsschild oder eine gelöste Kaminverkleidung, die drohte herabzustürzen. Bislang verzeichne die Feuerwehr „keine nennenswerten Sachschäden“, so Meissner. Aufgrund der Witterungslage könne bis zum Abend noch der ein oder andere Einsatz dazu kommen, sagt der Feuerwehrsprecher.

10.05 Uhr: Dachdecker haben viel Arbeit
Die Dachdecker in der Stadt haben in diesen Stunden viel zu tun. Dachdecker Hans-Joachim Draht sagt aber: „Die Schäden sind absolut überschaubar, die Folgen des Sturms sind nicht so schlimm wie erwartet ausgefallen. Wir haben zwar viele Aufträge bekommen, aber es handelt sich nur um Kleinschäden wie einzelne Ziegel, die ersetzt werden müssen.“ Momentan seien alle Mitarbeiter wegen der Folgen des Sturms beschäftigt. Sie bemühen sich, so Draht, dass Schäden möglichst noch am gleichen Tag beseitigt werden können oder spätestens am nächsten Tag. „Doch bei starkem Wind kann aus Sicherheitsgründen nicht ohne weiteres auf den Dächern gearbeitet werden“, sagt der Dachdecker-Meister. Er stehe auch mit seinen Kollegen in Castrop-Rauxel und Nachbarstädten in Kontakt. Die kämen ebenfalls zu der Einschätzung: Bei einem Sturm vor zwei Jahren waren die Folgen „weitaus schlimmer“.

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Sturmtief "Sabine" und die Auswirkungen in Castrop-Rauxel

Umgestürzte Baum, heruntergebrochene Äste, ein abgedecktes Dach: Orkan-Tief Sabine hat in Castrop-Rauxel für Schäden gesorgt. Die Feuerwehr ist zu mehreren Einsätzen ausgerückt.
10.02.2020
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Auf dem Biesenkamp in der Altstadt sind Dachpfannen bis auf die Straße geflogen. Der Bürgersteig ist zwischen Doherr und dem FDP-Büro abgesperrt.© Thomas Schroeter
Auf dem Biesenkamp in der Altstadt sind Dachpfannen bis auf die Straße geflogen. Der Bürgersteig ist zwischen Doherr und dem FDP-Büro abgesperrt.© Thomas Schroeter
Auf dem Biesenkamp in der Altstadt sind Dachpfannen bis auf die Straße geflogen. Der Bürgersteig ist zwischen Doherr und dem FDP-Büro abgesperrt.© Thomas Schroeter
© Christian Püls
© Christian Püls
Die Feuerwehr musste mancherorts herabgefallene Äste von den Straßen räumen. Orkan Sabine blieb ansonsten aber ohne größere Auswirkungen. Hier ein Bild von der Dorlohstraße in Dingen.© Tobias Weckenbrock
Die Feuerwehr musste mancherorts herabgefallene Äste von den Straßen räumen. Orkan Sabine blieb ansonsten aber ohne größere Auswirkungen. Hier ein Bild von der Dorlohstraße in Dingen.© Tobias Weckenbrock
So sieht es am Montagmorgen auf dem Lambertusplatz aus, wo in der Nacht Dachziegel herunter gekommen waren.© Thomas Schroeter
Abgeknickte Bäume und Äste an der Ortseinfahrt zwischen Dingen und Bodelschwingh. Sturm Sabine hinterließ ein paar Schäden.© Tobias Weckenbrock
Abgeknickte Bäume und Äste an der Ortseinfahrt zwischen Dingen und Bodelschwingh. Sturm Sabine hinterließ ein paar Schäden.© Tobias Weckenbrock
© Christian Püls
© Christian Püls
© Christian Püls
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Abgerissene kleinere Äste prägen das Stadtbild in Castrop-Rauxel.© Thomas Schroeter
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Am Bennertor sorgte der Orkan für einen kleinen Hindernisparcours.© Christian Püls
Zwei Bäume kippte der Orkan an der Bornstraße.© Christian Püls
Zwei Bäume kippte der Orkan an der Bornstraße.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Beckumer Straße (Ecke Heidestraße) fiel ein Baum dem Sturm zum Opfer.© Christian Püls
Schilder und Absperrungen flogen um.© Christian Püls
Wetter-Kontrast am Montagvormittag: Sonne in Becklem.© Christian Püls
Wetter-Kontrast am Montagvormittag: Sonne in Becklem.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz in Becklem.© Christian Püls
Der Sturm knickte viele Bäume um.© Christian Püls
Der Sturm ließ viele Äste abbrechen.© Christian Püls
Diesen Baum legte der Sturm an der Richterstraße auf der Stadtgrenze zu Dortmund um.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz an der Oskarstraße in Habinghorst.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
In der Straße Dickebank warf es diese Mülltonne um – wahrlich nicht die einzige in Castrop-Rauxel.© Christian Püls
Wetter-Kontrast am Montagvormittag: Sonne in Habinghorst.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz an der Wannerbruchstraße.© Christian Püls
Dieses Verkehrsschild hielt den Böen nicht stand.© Christian Püls
Orkan-Tief Sabine knickte Äste und Bäume ab.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz am Simon-Cohen-Platz.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls

9.05 Uhr: Biesenkamp-Bürgersteig teilweise gesperrt:
Der Biesenkamp in der Altstadt hat in der Nacht zu Montag eine Ladung Dachziegel abbekommen, die bis auf die Straße geflogen sind. Die stammen offenbar vom gleichen Dach, für das auch der Lambertusplatz teilweise gesperrt ist. Auf dem Biesenkamp hat die Feuerwehr den Bordstein mit Flatterband provisorisch zwischen dem alten Doherr-Gebäude und dem FDP-Büro gesperrt. Hier müssen Dachdecker tätig werden, ehe der Bordstein wieder freigegeben werden kann. Auch ein zerstörter Schirm kündet hier vom Tief Sabine.

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Auf dem Biesenkamp in der Altstadt sind Dachpfannen bis auf die Straße geflogen. Der Bürgersteig ist zwischen Doherr und dem FDP-Büro abgesperrt. © Thomas Schroeter

9 Uhr: Behinderungen im Bahnverkehr:
Das Bahnunternehmen Abellio, das die durch Castrop-Rauxel fahrenden S2 und RB32 betreibt, teilt mit, dass es am Montagmorgen noch zu Zugausfällen und hohen Verspätungen kommen kann. Die Strecken würden nach und nach von der Deutschen Bahn auf Schäden überprüft. Der Verkehr sei aber auf einzelnen Linien wieder aufgenommen. Pendler sollten sich vor Reiseantritt informieren und auf die Lautsprecheransagen am Bahnhof achten.

Die Deutsche Bahn schreibt, sie könne noch den ganzen Montag lang wegen großer Unwetterschäden keinen geregelten Nah- und Fernverkehr gewährleisten. Reisenden können sich kostenlos unter Tel. 0800 99 66 33 informieren.


8.25 Uhr: Erste Bilanz
Die Feuerwehr zieht eine erste Bilanz nach der Sturmnacht. Das Sturmtief ist „glimpflich“ gelaufen, sagt Michael Meissner, Sprecher der Feuerwehr Castrop-Rauxel. Es gab in der Nacht zehn sturmbedingte Einsätze, die alle zu keinen nennenwerten Sachschäden geführt haben, so Meissner. Niemand wurde verletzt.

Die meisten Einsätze verzeichnete die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume und runtergefallenen Dachziegeln. Auch am Lambertusplatz waren von einem Haus Dachziegel heruntergefallen. „Wenn es so weiter läuft, können wir zufrieden sein“, sagt Meissner. Das Technische Hilfswerk musste die Wehr nicht anfordern.

Diese Einsätze verzeichnete die Feuerwehr:

· Ickerner Straße (0.11 Uhr) Baum auf Straße, kleingesägt und abtransportiert

· Schwarzer Weg (23.36 Uhr) Baum auf Straße

· Im Osterkotten (21.25 Uhr) Dachziegel

· Bergstraße (18 Uhr) umgestürzter Bauzaun

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Ziegel liegen am Lambertusplatz auf dem Boden. Sie sind von einem Haus gefallen. Die Feuerwehr hat hier aufgeräumt. © Christian Püls

7 Uhr: In eigener Sache

Der Sturm könnte auch Auswirkungen auf die Zustellung der Tageszeitung haben. Daher schalten wir die digitale Montagausgabe für jederman frei.

6.15 Uhr: Einsatz am Lambertusplatz

Aktuell ist die Feuerwehr auf dem Lambertusplatz im Einsatz. Dort wurde ein Dach abgedeckt.

5.40 Uhr: Schulen und Kitas geschlossen - Notbetreuung gewährleistet

An den Grundschulen und weiterführendem Schulen sind in Castrop-Rauxel findet heute kein Unterricht statt. Es wird aber eine Notbetreuung für die Kinder geben, die doch auftauchen. Gleiches gilt für die Kindergärten. Städtische Einrichtungen haben die Eltern in Abstimmung mit der Stadt darum gebeten, die Kinder zu Hause zu betreuen. Auch wenn das Kind eine Einrichtung eines anderen Trägers besucht, liegt es immer im Ermessen der Eltern, ob das Kind am Montag in die Kita gebracht wird.

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Eltern, die die Möglichkeit haben, sollten ihre Kinder heute zu Hause betreuen. © Foto: Schlehenkamp

4.30 Uhr: Feuerwehreinsätze aus der Nacht

Diese Einsätze meldet die Feuerwehr für Castrop-Rauxel aus der Nacht:

  • Beckumer Straße (0.27 Uhr)
  • Ickerner Straße (0.11 Uhr)
  • Schwarzer Weg (23.36 Uhr)
  • Bornstraße (23.29 Uhr)
  • Westring (23.17 Uhr)
  • Nordstraße (21.26 Uhr)
  • Im Osterkotten (21.25 Uhr)
  • Kreuzstraße (18.05 Uhr)
  • Bergstraße (18 Uhr)

Wir berichten später, was genau an den einzelnen Orten passiert ist.

4.20 Uhr: Ticker geht weiter: Unwetterwarnung ist aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst hat die Warnstufe von rot auf orange gesenkt und warnt bis Dienstag, 18 Uhr weiter vor Sturmböen und Schauern.

22 Uhr: Die Kollegen übernehmen das Tickern

Mit dem Castrop-Rauxeler Ticker machen wir jetzt nach 8 Stunden Pause bis Montagfrüh. Bis dahin übernehmen die Kollegen aus unserem Regionalbereich die Sturm-Berichterstattung. Alles Wichtige erfahren Sie dort die gesamte Nacht über laufend dort.

21.48 Uhr: Bahn fährt auch am Montagmorgen nicht

Wie die Bahn in einem Presse-Blog erläutert, könne man wegen der ständig steigenden Unwetterschäden morgen früh bundesweit im Regional- und Fernverkehr keine zuverlässige Betriebsaufnahme gewährleisten. Wörtlich geht es so weiter: „Erst nach Sichtung der Schäden im Rahmen von Erkundungsfahrten und erforderlichen Reparaturarbeiten werden die Strecken sukzessive wieder freigegeben. Es ist leider schon jetzt absehbar, dass die Störungen den ganzen Tag über andauern werden.“ Wer also am Montag los muss: Die Bahn kann er vergessen.

21.36 Uhr: Feuerwehr rückte wieder aus
Die Castrop-Rauxeler Feuerwehr musste nach einer längeren Atempause jetzt wieder zum Sturmeinsatz ausrücken. Ziel ist diesmal die Straße Im Osterkotten in Habinghorst. Und wieder muss die Drehleiter zum Einsatz kommen.

Und der nächste Einsatz folgt direkt an der Nordstraße weiter oben in Habinghorst.

21.23 Uhr: Teilweise Ausfall des Internets
Noch sind es Ausnahmen. Aber auch in Castrop-Rauxel melden sich die ersten Menschen, bei denen Telefon oder Internet ausgefallen ist. Bei Böen bis zu 60 km/h, die es hier bisher gab, müssen sich nur einzelne Antennen verdrehen, dann passiert das.

Und die eigentlichen Sturmböen sollen später noch kommen. Laut Kachelmannwettter habe die Kaltfront lediglich den äußersten Nordwesten Niedersachsens erreicht und der Höhepunkt soll noch bevorstehen.

21.05 Uhr: Feuerwehr zeigt sich entspannt

Sturmtief Sabine meint es bislang gut mit den Menschen im Kreis Recklinghausen. Bis 20.15 Uhr verzeichnete die Kreisleitstelle 60 sturmbedingte Einsätze im ganzen Kreisgebiet, heißt es jetzt vom Kreis.

Sollte sich das ändern, sei die Leitstelle gut vorbereitet. Das Personal wurde erhöht. Üblicherweise ist ein Wachabteilungsleiter mit sieben Disponenten im Dienst, aktuell sind es zwei Wachabteilungsleiter und zwölf Disponenten.

Sturm Sabine: Schulen geschlossen, Züge fahren nicht, Feuerwehr-Einsätze - im Ticker

Claas-Marvin Erwig (vorne) und Dirk Krüger gehören zum Team der Kreisleitstelle, das bei Sturmtief Sabine die Notrufe entgegen nimmt. © Kreis Recklinghausen

Zusätzlich gibt es einen sechsköpfigen Stab mit der Leitung der Leitstelle, der Kreisverwaltung und dem THW, um sofort handlungsfähig zu sein, sollte es schlagartig mehr Einsätze oder einen besonders großen Einsatz geben.

„Das kann gerne so ruhig bleiben. Es ist immer besser, vorbereitet zu sein und es nicht zu brauchen, als im Ernstfall kämpfen zu müssen, um die Einsatzkräfte durch ein Unwetter unbeschadet hierher zu bekommen“, sagt Sven Wehrhagen, Leiter der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst.

21 Uhr: Nächste Böen sollen jetzt kommen
Der Sturm nimmt in Nordrhein-Westfalen am Sonntagabend weiter an Stärke zu. Ab etwa 21 Uhr werde eine Kaltfront das Bundesland am Niederrhein und im Münsterland erreichen, sagte Meteorologe Daniel Töns vom Deutschen Wetterdienst am Sonntagabend in Essen.

Gegen 2 Uhr ziehe die Kaltfront dann wieder aus NRW raus. Sturmböen gebe es aber weiterhin. „In den Morgenstunden und am Vormittag kommen wieder Gewitter rein.“ Am Vormittag seien punktuell auch wieder orkanartige Böen (Stärke 11) möglich.

20.35 Uhr: Starkregen soll auch noch kommen
Zum Sturm soll jetzt auch noch der Starkregen kommen. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, drohen am Abend und in der Nacht zum Montag im Norden und Westen sowie in Teilen der Mitte vorübergehend kräftige Regenfälle. Dabei werden Mengen von mehr als 20 Liter je Quadratmeter binnen weniger Stunden oder mehr als 25 Liter pro Quadratmeter binnen 12 Stunden nicht ausgeschlossen.

Aber es geht noch nasser, wie das Bild unten zeigt, aufgenommen am Fähranleger nach Föhr an der Nordsee.

Sturm Sabine: Schulen geschlossen, Züge fahren nicht, Feuerwehr-Einsätze - im Ticker

Meterhoch spritzt das Wasser bei starkem Sturm auf die Mole des Fähranlegers Dagebüll. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands die zweithöchste Unwetterwarnstufe wegen des Sturmtiefs «Sabine» herausgegeben. © picture alliance/dpa


20.12 Uhr: Kaltfront kommt erst noch
Wer glaubt, dass es das mit Sabine gewesen ist, der dürfte sich getäuscht haben. Wie die Meteorologen erklären, haben wir bisher nur die Ausläufer der Sturmfront erlebt, die eigentliche Kaltfront mit den gefährlichen Sturm- oder sogar Orkanböen soll erst in der Nacht unserer Region erreichen.

19.18 Uhr: EBG hat pädagogischen Tag
Das Ernst-Barlach-Gymnasium, so stellte gerade Patricia Marczok richtig, braucht nicht auf den Sturm zu reagieren. Denn dort hatten Schülerinnen und Schüler eh wegen eines pädagogischen Tages am Montag schulfrei. Darum steht auf der Homepage keine Info zum Sturm.

18.49 Uhr: Zugverkehr eingestellt
Die Deutsche Bahn hat nach dem Fernverkehr jetzt auch den Regionalverkehr eingestellt. Das Bahnunternehmen Abellio teilt mit, dass es wegen des Sturms zu Einschränkungen im gesamten Zugverkehr der Abellio Rail NRW kommen wird, die auch die durch Castrop-Rauxel fahrenden S2 und RB32 betreibt.

Es sei mit einer Einstellung des Betriebs zu rechnen. Fahrgäste werden gebeten, sich darauf einzustellen und ihre Fahrten, sofern möglich, zu verschieben. Aktuelle Informationen über www.zuginfo.nrw.

18.48 Uhr: Erste Feuerwehreinsätze
Jetzt musste auch die Feuerwehr in Castrop-Rauxel zu den ersten Sturmeinsätzen ausrücken. Einmal ging es an die Bergstraße, der zweite Einsatz war an der Kreuzstraße nötig. Zur Bergstraße musste die Drehleiter mit.

18.09 Uhr: WBG und Sekundarschule schließen sich an
Auch die Willy-Brandt-Gesamtschule und die Sekundarschule Süd haben den Betrieb für Montag abgesagt. Alle Schüler sollen zu Hause bleiben. Eine Betreuung sei aber gewährleistet, wenn Schüler doch zur Schule kommen sollten.

Auf der Startseite des Ernst-Barlach-Gymnasiums ist bisher nichts über einen Sturmausfall zu lesen.

17.52 Uhr: Berufskolleg bleibt geschlossen
Am Montag fällt der Unterricht auf Grund der Sturmwarnung jetzt auch am Berufskolleg Castrop-Rauxel aus. Das ist auf der Startseite der Schule zu lesen. Weiter heißt es dort: „Die Auszubildenden im Dualen Systems gehen am Montag in ihre Ausbildungsbetriebe. Können diese nicht sicher erreicht werden, ist der Betrieb zu kontaktieren.“

17.49 Uhr: Straßen vorsorglich gesperrt
Wegen der angekündigten Orkanböen hat der Kreis Recklinghausen entschieden, mehrere Straßen vorsorglich zu sperren. Gesperrt sind die Granatstraße in Haltern am See zwischen Weseler Straße und Rekener Straße, die Holtwicker Straße in Haltern am See zwischen Granatstraße und An der Landwehr, die Merfelder Straße in Haltern am See ab der Hülstener Straße, die Redder Straße in Datteln zwischen Kardinal-von-Gahlen-Straße und Recklinghäuser Straße, Dorstener/ Bertlicher/ Dorfstraße zwischen Marler Straße in Herten-Bertlich und Friedhofstraße in Marl-Polsum.

An diesen Straßen gab es bei den vergangenen Stürmen mehrere umgestürzte Bäume. Zudem wird empfohlen, auch die Recklinghäuser Straße zwischen der Haardklinik und dem Bossendorfer Damm (Landesstraße) zu meiden.

17.26 Uhr: Wer Infos über Castrop-Rauxel hinaus sucht
Der Sturm tobt in ganz Deutschland. Was er in der Region anrichtet, was mit Straßen passiert, wo Züge ausfallen, das lesen Sie in unserem Regional-Liveticker, den wir die gesamte Nacht über fortführen werden.

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17.05 Uhr: Stadt-Kitas empfehlen, Kinder nicht zu bringen
„Die Stadtverwaltung und die Leitungen der städtischen Kindergärten schließen sich der Empfehlung an, die Kinder am Montag zu Hause zu behalten.“ Das teilte jetzt die Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi mit. Eltern sollen per Mail, über App-Gruppen oder die sonst üblichen Kommunikationswege der Kitas informiert werden.

Auch wenn das Kind eine Einrichtung eines anderen Trägers besucht, liege es laut Fulgenzi im Ermessen der Eltern, ob das Kind am Montag in die Kita gebracht werde. Anders als bei der gesetzlichen Schulpflicht gibt es eine Bringepflicht bei Kindertageseinrichtungen nicht. Wer sein Kind bringen will/muss, kann das aber in jedem Fall tun, Betreuung ist garantiert.

16.03 Uhr: Feuerwehr im Kreis ist schon gefragt
Schon seit 13 Uhr müssen die Feuerwehren im Kreis Recklinghausen Einsätze wegen des Sturms fahren. Bis 16 Uhr waren auf der Seite der Einsatzleitstelle schon 29 Einsätze registriert. Die Castrop-Rauxeler Wehr war bisher demnach noch nicht gefordert. Das wird noch kommen, ist zu fürchten, wenn man auf die neuesten Wetterberichte guckt.

15.50 Uhr: Geierabend ist heute abgesagt
Wie der Castrop-Rauxeler Musiker Matthias Dornhege mitteilt, ist die Vorstellung des „Geierabends“ am Sonntagabend auf Zeche Zollern aus Sicherheitsgründen abgesagt. Dornhege spielt beim Geierabend seit Beginn in der Band die Tuba.

15.08 Uhr: Stadt bestätigt, dass alle Grundschulen zu bleiben
Die Stadtverwaltung hat sich mit allen Grundschulen abgestimmt und gemeinsam beschlossen, dass am Montag, 10. Februar, kein Unterricht stattfinden wird. Von der Stadt heißt es dazu wörtlich:
„Auch die meisten weiterführenden Schulen haben die Rückmeldung gegeben, dieser Empfehlung zu folgen bzw. hatten schon im Vorfeld so entschieden oder aus anderen Gründen (z.B. pädagogischer Tag) am Montag geschlossen.

Eltern sollten aber in jedem Fall die Informationen beachten, die sie auf den üblichen Kommunikationswegen der Schulen (Homepage der Schule, App-Nachrichten, etc.) erreichen. Für Kindergärten besteht keine ähnliche Regelung wie bei den Schulen, da es keine gesetzliche Verpflichtung vergleichbar zur Schulpflicht gibt.“


14.28 Uhr: FNR ebenfalls geschlossen

Die Fridtjof-Nansen-Realschule teilt auf ihrer Homepage das folgende Vorgehen mit:

Sturm Sabine: Schulen geschlossen, Züge fahren nicht, Feuerwehr-Einsätze - im Ticker

© Schroeter, Thomas


14.25 Uhr: ASG bleibt geschlossen
Das Adalbert-Stifter-Gymnasium schreibt: „Auf Grund der Unwetterwarnung für die Nacht vom Sonntag, 09.02.2020, auf Montag, 10.02.2020, wird der Unterricht am ASG für Montag, 10.02.2020, abgesagt. Damit entfällt die Notwendigkeit, die Schülerinnen und Schüler für den Tag von der Schule abzumelden.

Die Schule ist dennoch so besetzt, dass eine Betreuung der trotz des Unterrichtsausfalls eintreffenden Kinder gesichert ist. Sollten am Montag Schülerinnen und Schüler in der Schule sein, werden sie erst nach Hause entlassen, wenn die Witterungslage es zulässt bzw. wenn sie von einem/einer Erziehungsberechtigten in der Schule abgeholt werden.“


14.16 Uhr: Grundschulen bleiben am Montag zu
Die Schulen in Castrop-Rauxel bleiben am Montag geschlossen. Die Stadtverwaltung hat in Telefonabsprachen mit den Schulleitungen den Schulleitern empfohlen, die Schulen am Montag geschlossen zu halten. Wie viele Schulen jetzt auf ihren Homepages schreiben, werde das so umgesetzt. Demnach sind auf jeden Fall alle Grundschulen am Montag zu. Überall wird und muss es aber Notbetreuungen für Kinder geben, deren Eltern ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können.

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Laut Grundschule Am Busch bleiben am Montag alle Grundschulen geschlossen. © Schroeter, Thomas

Ob die generelle Schließung auch für die weiterführenden Schulen gilt, ist noch offen. Wie Bürgermeister Rajko Kravanja uns gerade am Telefon erzählte und Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi per Mail bestätigte, sei man noch in Abstimmungsgesprächen. Die offizielle Verkündung fehlt also noch.

Wir werden darüber weiter informieren.

13.45 Uhr: Feuerwehr und THW stehen bereit

Noch ist ungewiss, mit welcher Wucht Sturm Sabine über Castrop-Rauxel fegt, das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr stehen jedoch in den Startlöchern. „Alle Fahrzeuge sind vollgetankt und die Kettensägen sind geschärft“, meldet Feuerwehr-Sprecher Michael Meissner. Er hofft, dass sich Sabine nur als kräftiger Wintersturm zeigt, der ein paar Bäume umstürzt, aber nicht viel mehr anrichtet.

Das Team sei jedoch auf alles vorbereitet.

Je nach Einsatzlage werde das Technische Hilfswerk hinzugezogen, denn „ohne Mampf kein Kampf“, erklärt Meissner. Spezielle Absprachen mit dem THW müssten nicht getroffen werden. Meissner: „Die gute Zusammenarbeit ist über Jahre gewachsen, auf die können wir uns verlassen.“

Die THWler sind bereits seit Freitagabend in Rufbereitschaft. Am Samstagmittag wurde die Ausrüstung nochmal genau überprüft und auch ein Blick auf die Versorgungslage geworfen. „Bei längeren Einsätzen sorgen wir für die Verpflegung der Kräfte vor Ort“, erklärt Anne Steinbock, die sich auf eine lange Nacht vorbereitet.

13.20 Uhr: Fußballspiele fallen aus

Wer heute Fußballspielen oder -gucken wollte, für den ist diese Info wichtig: Nicht nur das Bundesligaspiel zwischen Mönchengladbach und Köln fällt aus – auch auf Amateurebene sind zahlreiche Spiele bereits abgesagt. Auch in und um Castrop-Rauxel.

Erstmeldung 13.15 Uhr: Amtliche Warnung

Inzwischen sind amtliche Wetterwarnungen auch für Castrop-Rauxel herausgegeben worden. Der Deutsche Wetterdienst schreibt: „Windzunahme. Verbreitet Sturmböen oder schwere Sturmböen, im Bergland orkanartige Böen. In der Nacht zum Montag auch orkanartige Böen oder Orkanböen bis ins Flachland. Einzelne Gewitter mit Starkregen. Im Bergland Dauerregen. Montagnachmittag allmählich absinkende Schneefallgrenze.“

Das Windmaximum mit möglichen Orkanböen (über 120 km/h), auch bis ins Flachland, wird demnach in der ersten Nachthälfte zum Montag erwartet.

Die Bezirksregierung Münster hat daher inzwischen allen Eltern empfohlen, ihre Kinder am Montag nicht zur Schule zu schicken.

Wo dies nicht möglich ist: „Lehrkräfte und alle anderen Beschäftigten der Schulen erhalten keine Befreiung. Die Betreuung von Schülerinnen und Schülern, die in die Schule kommen, muss auch im Falle einer Schulschließung gewährleistet sein. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht im aufkommenden Sturm nach Hause geschickt werden.“ Das schreibt die Bezirksregierung.

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Im Laufe des Sonntags erreicht uns der Orkan Sabine. Darauf haben Sportfunktionäre und Kommunen reagiert. Seit Samstag sprechen sie Spielabsagen aus und sperren Plätzen sowie Hallen. Von Jens Lukas

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