Suizid-Gerüchte: Das war der Grund für den zweistündigen Bahnausfall am Sonntagabend

mlzPolizeieinsatz am Gleis

Gab es einen Selbstmord auf der Bahnstrecke zwischen Castrop-Rauxel und Dortmund-Mengede? Die Gerüchteküche brodelte am Sonntagabend. Warum fielen zwei Stunden lang die Züge aus?

Castrop-Rauxel

, 28.10.2019, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Notarzteinsatz am Gleis beeinträchtige den Bahnverkehr zwischen Castrop-Rauxel und Herne: Diese Meldung, verbreitet vom Portal „Störungen im Bahnverkehr“ am Sonntagabend, sorgte für Aufsehen.

Dass sie nicht korrekt ist, steht jetzt fest. Richtig ist aber: Für rund zwei Stunden ruhte der Bahnverkehr. Und ein Zug stand lange auf dem Gleis. Wir haben die Hintergründe recherchiert.

Fahrer des RE3 löste die Alarmierungskette aus

Der Fahrzeugführer der Eurobahn RE3 auf dem Weg zum Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof verspürte gegen 19 Uhr einen heftigen Schlag an seinem Triebwagen, als der in Höhe des Bahnübergangs Westring nach Angaben der Bundespolizei mit etwa 100 km/h durch Bladenhorst in Richtung Bahnhof fuhr.

Der Fahrer soll darauf nach Angaben der Polizei die Alarmierungskette ausgelöst haben: Erst Notbremsung einleiten, dann Notfallleitstelle der Bahn informieren, die die Bahnstrecke komplett für den Bahnverkehr sperrt. Man vermutete einen Suizid und fand auch noch Blut vorne am Triebfahrzeug.

Strecke in der Dunkelheit abgesucht: totes Reh gefunden

Polizei und Feuerwehr, die daraufhin die Strecke absuchten, fanden in der Dunkelheit dann aber ein frisch getötetes Reh auf der Strecke. Es war also „nur“ ein Wildunfall. Von 18.51 bis 20.52 Uhr war die Strecke gesperrt - und der große Schreck recht schnell verflogen.

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