Tatwaffe Tretroller: Castrop-Rauxeler für Angriff auf den Ex seiner Freundin verurteilt

Körperverletzung

Es gibt nichts, was es nichts gibt: Weil er bei einem Streit mit einem Tretroller (!) um sich geschlagen hat, ist ein Castrop-Rauxeler jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft.

Castrop-Rauxel

, 29.08.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tatwaffe Tretroller: Castrop-Rauxeler für Angriff auf den Ex seiner Freundin verurteilt

Vor Schulen findet man sie zum Teil in Massen. Jetzt hat einer der Tretroller als Waffe herhalten müssen. © picture alliance / Julian Strate

Nach einem Prügelangriff auf einen Nebenbuhler weiß ein 26-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel seit Donnerstag endgültig seine Strafe: sechs Monate und zwei Wochen Haft auf Bewährung. Die Tatwaffe, mit der er um sich geschlagen hatte, war keinesfalls gewöhnlich. Es war nämlich ein Kinder-Tretroller.

Es war der 28. Oktober 2018, als der Angeklagte vor einem Wohnhaus in Waltrop die Fassung verloren hatte. Auslöser war ein Streit mit dem Ex-Partner seiner damaligen Freundin. Beim Verlassen des Hauses hatte sich der 26-Jährige einen Tretroller gegriffen und war damit „durch die Luft wirbelnd“ auf den Kontrahenten losgegangen. Resultat: eine blutende Wunde am Arm sowie ein Kratzer an der Nase. Zum Schluss hatte er dem Kontrahenten, als der bereits in seinem Auto saß, auch noch aus Wut in die Beifahrertür getreten.

Berufung hatte keine Aussicht auf Erfolg

Das Amtsgericht Recklinghausen hatte den 26-Jährigen bereits am 12. Juni 2019 wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu sechs Monaten und zwei Wochen Haft auf Bewährung verurteilt. Weil der „Tretroller-Täter“ diese Strafe für zu hoch gehalten hatte, war es zu einem Berufungsprozess am Bochumer Landgericht gekommen. Richter Nils Feldhaus stellte aber schnell klar: Die Chancen auf Milde stehen gleich Null. Der Castrop-Rauxeler zog daraufhin seine Berufung zurück. Damit ist das erste Urteil rechtskräftig.

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