Team Ehrensache: Die Helfer für die Helfer brauchen nun selbst Hilfe

Ehrenamt

Was wäre unsere Gesellschaft ohne das Ehrenamt? Politiker und Bürgermeister feiern es immer wieder als Rückgrat. Das Castrop-Rauxeler Projekt Ehrensache ist genau das. Nun braucht es Hilfe.

Castrop-Rauxel

, 07.02.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kristin Weckermann und Rüdiger Landsiedel stehen seit über zehn Jahren für das Team Ehrensache in Castrop-Rauxel. Nun suchen sie weitere Mitstreiter.

Kristin Weckermann und Rüdiger Landsiedel stehen seit über zehn Jahren für das Team Ehrensache in Castrop-Rauxel. Nun suchen sie weitere Mitstreiter. © Matthias Stachelhaus

Dieser Brief erreichte kürzlich unsere Redaktion:

Ich bin Rüdiger Landsiedel vom Team „Ehrensache“ in Castrop-Rauxel. Wir sind eine Gruppe Ehrenamtlicher unter dem Dach der Caritas Castrop-Rauxel, mit dem Ziel Bürgerinnen und Bürger der Stadt in ein Ehrenamt zu vermitteln.

Weiterhin begleiten wir Projekte, wie z.B. Lesepaten, Leihomas usw, die wir auch selbst ans Laufen gebracht haben.

Um unser Team zu verstärken, benötigen wir Ihre Hilfe.

Was konkret meint Rüdiger Landsiedel damit?

Natürlich kennen wir den Mann, der sich seit Jahren für das Team „Ehrensache“ engagiert. Und auch das Team selbst war schon häufiger Teil unserer Berichterstattung. Es arbeitet unter dem Dach des Caritasverbandes und hat vor allem eine Vermittlungs- und Beratungs- und Motivationsfunktion - für Menschen, die ehrenamtlich etwas tun wollen.

Oktober 2007: Kristin Weckermann (l.), Silvia Engemann und Wilhelm Hinz stellten den Aufbau der Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement "Ehrensache!" vor.

Oktober 2007: Kristin Weckermann (l.), Silvia Engemann und Wilhelm Hinz stellten den Aufbau der Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement "Ehrensache!" vor. © Grunschel

Das Ziel der Gruppe ist es, Castrop-Rauxeler Bürgerinnen und Bürger zum Thema Ehrenamt zu beraten, ihnen Aufgaben zu vermitteln und auf ihrem Weg zu begleiten. „Wir betreuen soziale Projekte, die in der Stadt etabliert sind und die wir selbst ins Leben gerufen haben“, sagt Astrid Dähnke, die bei der Caritas hauptamtlich als Koordinatorin mitarbeitet.

Neue Projekte entwickeln und bestehende unterstützen

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Castrop-Rauxeler Partnern will das Team Ehrensache neue Projekte entwickeln und bereits bestehende unterstützen. Beispiele für solche eigenen Projekte die Leihomas: Hierbei stellen sich Ehrenamtler, gern schon etwas älter, zur Verfügung, eine Familie mit kleinen Kindern zu betreuen wie eine echte Großmutter. Das kann Familien helfen, die selbst in Castrop-Rauxel keinen familiären Anschluss haben, weil die Großeltern vielleicht weiter entfernt wohnen.

Kristin Weckermann von der Aktion Ehrensache der Caritas beim Stadtfest für Demokratie.

Kristin Weckermann von der Aktion Ehrensache der Caritas beim Stadtfest für Demokratie. © Tobias Weckenbrock

Um neue Projekte zu starten, braucht es neue Mitarbeiter im Team Ehrensache. Sechs Personen arbeiten darin derzeit mit, zwei Frauen und vier Männer. „Auf Sicht können wir mit Verstärkung unsere bereits bestehenden Aktivitäten intensivieren und neue Projekte initiieren“, sagt Rüdiger Landsiedel.

So kann man sich bewerben

Bewerber müssten keine speziellen Voraussetzungen haben - nur Freude daran, im Team zu arbeiten, Menschen zu helfen „und ein wenig Phantasie, um eingefahrene Wege zu verlassen“, so Landsiedel.

Wer sich das vorstellen kann, soll sich bei Astrid Dähnke unter Tel. (02305) 9208312 oder per E-Mail an ehrensache@caritas-castrop-rauxel.de oder a.daehnke@caritas-castrop-rauxel.de melden. Anzutreffen ist die Koordinatorin im Haus der Caritas, Lambertusplatz 16. Jeden zweiten Dienstag in den geraden Kalenderwochen trifft sich das Team dort von 16 bis 18 Uhr.

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