Technik soll verhindern, dass Senioren herumirren

Besonders Demenzkranke gefährdet

Wenn die Polizei nach älteren Personen sucht, die aus einer Klinik oder einem Seniorenheim "abgängig" sind, ist es meistens schon zu spät. Irgendwo ist dann ein orientierungsloser Mensch unterwegs. In Castrop-Rauxeler Einrichtungen ist Technik im Einsatz, die das verhindern soll.

CASTROP-RAUXEL

01.08.2014, 16:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Annette Beckers, Leiterin des Lambertus-Pflegeheims, zeigt einen Schuh-Chip. Wer ihn bei sich trägt, löst beim Verlassen der Einrichtung ein Signal aus.

Annette Beckers, Leiterin des Lambertus-Pflegeheims, zeigt einen Schuh-Chip. Wer ihn bei sich trägt, löst beim Verlassen der Einrichtung ein Signal aus.

  • Das St. Lambertus-Pflegeheim an der Dortmunder Straße nutzt den „Chip im Schuh“. „Sobald der Heimbewohner eine Türschwelle passiert, die den Weg ins Freie ermöglicht, wird auf der hausinternen Rufanlage ein Signal ausgelöst“, erklärt Heimleiterin Annette Beckers. 
  • Nicht im Schuh, sondern am Handgelenk ist die Technik in den Geros-Seniorenheimen. Michael Hube berichtet: „Wir arbeiten mit Funkarmbändern, die ein Signal an die Schwesternrufanlage senden, sobald das Sensorsystem an den Türen anschlägt.“
  • Auch das Josefshaus in Habinghorst setzt auf die Armbänder. „Was für eine schöne Uhr“, würden sich die meisten Bewohner über den neuen "Schmuck" freuen, wie Heimleiterin Anja Schmalz erklärt.
  • In Dortmund sieht man Armbänder und Schuh-Chips übrigens sehr kritisch. Der dortige Geschäftsführer der städtischen Seniorenheime lehnt so etwas kategorisch ab, da es dem Freiheitsgedanken widerspreche.
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