Therapiehund Kalle öffnet Herzen und erhält 1000 Euro für seine Arbeit

mlzTüröffner für Kinder und Eltern

Der dreijährige Therapiehund Kooiker hilft Schulsozialarbeiterin Melanie Dinnus-Linne täglich bei ihrer Arbeit in der Fridtjof-Nansen-Realschule. Dafür gibt es nun finanzielle Hilfe.

Castrop-Rauxel

, 28.10.2020, 09:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der dreijährige Kooiker hilft Schulsozialarbeiterin Melanie Dinnus-Linne täglich bei ihrer Arbeit in der Fridtjof-Nansen-Realschule.

„Kalle“, wie Kooiker genannt wird, ist drei Jahre alt. Der Familienhund ist ruhig, neugierig und sehr offen. Seine Ausbildung zum Therapiehund macht ihn zu einem besonderen Hund.

Täglich begleitet er Schulsozialarbeiterin Melanie Dinnus-Linne bei der Arbeit.

„Oft sind Kinder und Jugendliche sehr verschreckt. Es ist dann schwierig, mit ihnen in Kontakt zu treten. Häufig wollen sie sich nicht öffnen oder gar mit mir reden. Dann kommt Kalle zum Einsatz. Er schafft mit seiner zugänglichen Art im Nu eine lockere Atmosphäre“, erklärt Melanie Dinnus-Linne.

Ausbildung bei Social Dogs

Der tierische Mitarbeiter wurde bei „Social Dogs“ in Nottuln als Mitglied eines Mensch-Hund-Teams ausgebildet. Er fungiert häufig als Türöffner. „Ich merke bei meiner Arbeit, dass meine Klienten oft über ein geringes Selbstwertgefühl verfügen. Das ändert sich aber schnell, wenn sie mit Kalle einen Parcours abgehen. Sie erhalten eine sofortige Rückmeldung. Die Kinder fühlen sich wahrgenommen. Sie dürfen eigene Ideen entwickeln und sehen dann, wie sich ihr Verhalten auf Kalle auswirkt.

In Arbeitsgruppen dürfen Kinder und Jugendliche mit Kalle arbeiten. So lernen sie auf andere Lebewesen einzugehen. Ihre Erkenntnisse übertragen sie im besten Fall auf ihre Mitschüler. Für ihre Arbeit mit Kalle erhalten die Teilnehmer einen Hundeführerschein. Das macht sie stolz und selbstsicher,“ so Melanie Dinnus-Linne.

1000 Euro für Kalle

Der Unterhalt des Hundes ist nicht gerade billig. Darum spendete der Lions-Club Castrop-Rauxel 1000 Euro für Kalle. Dafür trafen sich Lions-Präsident Hubert Burmann und Peter Hof zum Berge mit der Therapeutin auf dem Gelände des Natur- und Begegnungsbauernhofs (NaBeBa) in Ickern. Dort fand die Scheckübergabe statt.

Dies aus gutem Grund. Denn die Lions hatten nicht nur den Scheck für die Schulsozialarbeit dabei. Auch der NaBeBa erhielt einen Scheck. „Mit den 2000 Euro vom Lions-Club und weiteren Spenden kommen wir über den Winter“, sagte Leiterin Dorothee Zijp erleichtert.

Damit die Begegnungsstätte auch weiterhin überleben kann, wollen auch die Leos ihren Teil dazu beitragen. Lisa Langner und Niklas von Estorff waren bei der Scheckübergabe dabei. Sie kündigten die Wohnwagenwaschaktion am vergangenen Samstag an. Der gesamte Erlös kommt dem Natur- und Begegnungsbauernhof zu Gute.

Für so viel Einsatz bedankte sich Dorothee Zijp bei den jungen Leuten jetzt schon: „Hoffentlich kommen viele Leute und lassen ihr Auto waschen.“

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