Toller Willkommensgruß für Flüchtlings-Baby Bisan

Großnotunterkunft Habinghorst

Vor rund fünf Wochen wurde Bisan im Castrop-Rauxeler Rochus-Hospital geboren - das erste Baby von Flüchtlingen aus der Habinghorster Großnotunterkunft. Die Mutter aus Syrien und ihre kleine Tochter wurden nun vom Schweriner Frauenverein beschenkt. Die Freude war groß - doch Bisans Mutter hat noch einen weiteren Herzenswunsch.

HABINGHORST

, 23.04.2016, 09:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ruziye Malkus mit Baby Bisan und den beiden DRK-Mitarbeiterinnen Yvonne Bösert (r.) und Ramona Runge. Bisans Mutter wollte nicht mit aufs Bild.

Ruziye Malkus mit Baby Bisan und den beiden DRK-Mitarbeiterinnen Yvonne Bösert (r.) und Ramona Runge. Bisans Mutter wollte nicht mit aufs Bild.

Bisan schläft. Schläft seelenruhig. Ohne mit der Wimper zu zucken. Auch als Ruziye Malkus, die Chefin des Internationalen Bildungs- und Kulturvereins für Frauen (IBKF), das kleine Mädchen in der Großnotunterkunft in Habinghorst für ein Foto hochnimmt. Es gibt ein Geschenk.

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Ein Geschenk für das vor fünf Wochen im Rochus geborene Baby und seine Mutter aus Syrien. Eine wunderschöne Patchworkdecke zum Ablegen und Krabbeln. Handgemacht natürlich in der Patchwork-Arbeitsgruppe des Schweriner Frauenvereins, die innerhalb der vergangenen drei Jahre fast 40 dieser kniffeligen Decken für die Kindertagesstätten in Castrop-Rauxel angefertigt und an sie verschenkt hat. Jüngst auch an Flüchtlingsfamilien in Deininghausen.

„Ein kleiner Willkommensgruß, der von Herzen kommt“, sagt Ruziye Malkus (56), die selbst vor vielen Jahren als ganz junge Frau aus der Türkei hierher gekommen und der Liebe wegen geblieben ist.

Vater und Sohn in Duisburger Unterkunft

Bisans Mutter ist 25, über die Balkan-Route nach Deutschland gekommen – erst nach Dortmund, dann in die Einrichtung des Landes an der Habinghorster Straße. Sie kam gemeinsam mit einem der beiden Söhne. Der große ist mit dem Vater in einer Unterkunft in Duisburg gelandet.

Was ist ihr größter Wunsch? Zu ihrem Mann zu kommen, antwortet die junge Frau leise. „Das kriegen wir hin“, versichert DRK-Frau Nadja Kosfeld vom Info-Point der Zeltstadt. Auf Familienzusammenführung gebe es auch einen Rechtsanspruch, fügt sie hinzu.

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Bisans Mutter freut sich auch über ein selbstgenähtes Kopftuch, von denen die Schneidermeisterin Malkus einige als Geschenk für die Frauen in der Unterkunft zurücklässt. Und das Hilfsangebot macht, gerne wiederkommen zu wollen. Um vielleicht mit Frauen etwas zu nähen.

Puzzeln und spielen im Kinderzelt

„Jetzt im Frühling unternehmen wir mehr“, erzählen Yvonne Bösert und Ramona Runge, die sich um Kinderbetreuung kümmern. 70 vielleicht leben derzeit in der Unterkunft. Im Tiergehege im Grutholz waren sie, natürlich auf dem Spielplatz. „Das Angebot ist bedürfnisorientiert“, beschreibt Ramona Runge. Mütter kämen häufig mit ins Kinderzelt. Um mit zu puzzeln oder zu basteln. 

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