Warum Gelsenwasser glaubt, dass trotz Hitze genug Trinkwasser für Castrop-Rauxel da ist

Hitzesommer

In diesen Tagen spielt Wasser eine große Rolle: Trinkwasser gegen den Durst, weiteres gegen Austrocknung der Natur. Drohen Castrop-Rauxel Wasser-Engpässe? Gelsenwasser startet eine Aktion.

Castrop-Rauxel

24.07.2019, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum Gelsenwasser glaubt, dass trotz Hitze genug Trinkwasser für Castrop-Rauxel da ist

Laut Gelsenwasser gibt es genug Trinkwasservorräte, um an diesen heißen Tagen die Versorgung sicherzustellen. © Markus Gehring

In der zweiten Hitzewelle dieses Sommers kommen Menschen ins Schwitzen und brauchen dringend Wasser. Die Versorgung in Castrop-Rauxel stellt Gelsenwasser sicher.

Über die Talsperrensysteme in Haltern am See/Hullern ist die Gesellschaft Gelsenwasser für die Wassergewinnung im Wasserwerk Haltern selbst zuständig. Damit wird vor allem der Norden Castrop-Rauxel versorgt. Der Süden bekommt sein Wasser aus dem Sauerland über die Ruhr. Dort ist der Ruhrverband zuständig für die dortigen Wasserwerke.

Im vergangenen Jahr gingen die Wasserbestände im langen trockenen Sommer bedenklich zur Neige. Ist das 2019 wieder möglich?

Reservoires ergänzen Grundwasservorräte

Laut Gelsenwasser ist die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung gesichert. Die Reservoire in Haltern und an der Ruhr, deren Abflüsse gezielt gemanagt würden, stützten die Anreicherung des natürlichen Grundwassers.

Das funktioniert so: Das Oberflächenwasser aus den Talsperren und der Ruhr wird auf den Wasserwerksgeländen durch den Boden versickert. Die Pumpen im Wasserwerk Haltern und in den Ruhrwasserwerken (Wassergewinnung Essen GmbH, Wasserwerke Westfalen GmbH) fördern dieses zusätzlich versickerte Wasser dann zusammen mit dem natürlichen Grundwasser nach oben. Anschließend wird das Wasser in den Werken weiter zu Trinkwasser aufbereitet.

Gelsenwasser-Vorstand Dirk Waider sagt: „Die Wasser-Infrastruktur ist so ausgelegt, dass an heißen Tagen auch Höchstmengen sicher geliefert werden können – das haben unsere Kolleginnen und Kollegen und über 6000 Kilometer Leitungsnetz im letzten Sommer eindrucksvoll bewiesen.“

350.000 Kubikmeter Trinkwasser täglich

Das Wasserwerk Haltern liefert in diesen Tagen zum Beispiel rund 350.000 Kubikmeter Trinkwasser täglich für über eine Million Menschen, Gewerbe und Industrie in das nördliche Ruhrgebiet, das Münsterland und an weitere Versorgungsunternehmen. Dafür werden dem Talsperrensystem Haltern/Hullern zurzeit rund 250.000 Kubikmeter Rohwasser täglich entnommen und dann zur Anreicherung des Grundwassers versickert.

Warum Gelsenwasser glaubt, dass trotz Hitze genug Trinkwasser für Castrop-Rauxel da ist

Wie hier werden vielerorts bereits Bäume im städtischen Bereich vor dem Austrocknen bewahrt. © Gelsenwasser

Neben den Menschen leiden aber auch Bäume und andere Pflanzen wie schon im Sommer 2018 unter der Trockenheit. Im Juli sind in unserer Region bisher zum Teil gerade einmal zehn Prozent des üblichen Niederschlags in diesem Sommermonat gefallen.

Spezielle Hilfsaktion von Gelsenwasser für die Städte

Gelsenwasser will helfen: Da sich die Vegetation nach der langen Trockenperiode im letzten Jahr kaum erholt habe und der Boden wieder sehr trocken sei, verlängere man eine Aktion aus dem Sommer 2018. „Wir stellen unseren Partnerkommunen erneut jeweils 5000 Kubikmeter Wasser für die Bewässerung von Bäumen auf kommunalen Flächen zur Verfügung, wo das gewünscht ist“, kündigte Gelsenwasser-Vorstand Henning R. Deters an.

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