Aleksandra Galwas führt das Haus Oe. Die 38-Jährige übernahm erst in diesem Jahr die Schweriner Kneipe, mitten im Lockdown. © Christian Püls
Weniger Arbeitslose

Trotz des Corona-Lockdowns: Arbeitsmarkt Castrop-Rauxel im Aufwind

Der Arbeitsmarkt in Castrop-Rauxel hat sich im November saisontypisch entwickelt. Das alleine ist schon eine gute Nachricht, sagt Stefan Bunse, Leiter der Agentur für Arbeit Castrop-Rauxel.

Trotz des Lockdown light im November ist die Arbeitslosigkeit in Castrop-Rauxel im November um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Obwohl Gaststätten und Hotels große Sorgen haben und alle Veranstaltungen ausfallen.

3172 Menschen waren im abgelaufenen Monat von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind genau 100 Personen weniger als im Oktober. „Das ist der höchste Rückgang im gesamten Kreis Recklinghausen“, erklärt Stefan Bunse, Leiter der Agentur für Arbeit in Castrop-Rauxel. „Erfreulicherweise haben sich die Einschränkungen bislang nicht unmittelbar auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt.“

Er erkennt ein saisontypisches Muster. Das heißt: Der Arbeitsmarkt hat in seine üblichen Verhaltensweisen zurückgefunden, trotz der Pandemie. Das sei in diesen Zeiten viel wert. Denn normalerweise geht die Arbeitslosigkeit in den einstellungsstarken Monaten im Herbst zurück. So auch in diesem Jahr.

Viele Restaurants haben in der Zeit des neuerlichen Shutdowns aus der Not eine Tugend gemacht und bieten ihre Speisen zum Mitnehmen an.

Stefan Bunse, Leiter der Agentur für Arbeit an der Widumer Straße, zieht im Interview Bilanz des Corona-Arbeitsmarkt-Jahres. Er sagt: „Das ist auch ein Erfolg der Unterstützungsmaßnahmen der Politik und der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie der Kurzarbeit.“
Stefan Bunse, Leiter der Agentur für Arbeit an der Widumer Straße, zieht im Interview Bilanz des Corona-Arbeitsmarkt-Jahres. Er sagt: „Das ist auch ein Erfolg der Unterstützungsmaßnahmen der Politik und der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie der Kurzarbeit.“ © Agentur für Arbeit © Agentur für Arbeit

Dennoch bleiben die Auswirkungen der Corona-Krise deutlich spürbar. Zum einen ist die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe wieder gestiegen. Zum anderen liegt die Zahl der Arbeitslosen weiterhin 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. „Allerdings schließt sich die Schere langsam etwas“, so Bunse. Im Oktober lag die Arbeitslosigkeit noch um 23,8 Prozent über dem Vorjahresniveau, im September waren es 26,5 Prozent.

„Es wird noch einige Zeit dauern“

„Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis wir wieder einen vergleichbar niedrigen Stand der Arbeitslosigkeit erreicht haben, wie wir ihn vor der Corona-Krise kannten“, sagt Bunse. Insbesondere Menschen ohne ausreichende Qualifikationen hätten es in den kommenden Monaten weiter schwer.

Welche Auswirkungen die derzeitigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und das weitgehend ausbleibende Weihnachtsgeschäft in der Gastronomie und im Hotelgewerbe auf den Arbeitsmarkt haben, lasse sich noch nicht beziffern.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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