Türkischer Supermarkt in Merklinde hat eröffnet

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Seit Samstag hat Merklinde wieder einen Supermarkt. An der Ecke Harkortstraße/Gerther Straße verkauft Mehmet Ali Ceylan Dinge des täglichen Bedarfs. Die Ansiedlung birgt aber ein Risiko.

Merklinde

, 26.03.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehmet Ali (l.) und Ömer Ceylan vor dem neuen Supermarkt an der Ecke Harkortstraße/Gerther Straße in Merklinde.

Mehmet Ali (l.) und Ömer Ceylan vor dem neuen Supermarkt an der Ecke Harkortstraße/Gerther Straße in Merklinde. © Iris Müller

Die kleinen Muffins mit Schokoüberzug sind der Renner. Davon hat Mehmet Ali Ceylan am Montag einige verkauft. In seinem neuen Supermarkt in der ehemaligen Post und Kneipe in Merklinde herrscht reger Betrieb. „Wir wohnen nebenan und haben immer gesehen, wie alle Leute bis nach Bövinghausen zum Einkaufen gegangen sind“, erklärt der 19-Jährige Supermarkt-Betreiber. Er beschloss: Das geht anders.

Mithilfe seiner Familie richtete er das Ladenlokal ein und stattete es mit Lebensmitteln, Obst, Gemüse, Konserven und Süßigkeiten aus. Ein Dutzend Einkaufswagen, eine Kasse und einen Kühlschrank für Kaltgetränke, dazu Aufkleber für die Fenster, die die Neueröffnung verkünden - und schon ging es los. Montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr ist der Naz-Market geöffnet. Die Tür klemmt noch und die Kunden wünschen sich Sesamringe (die gibt es nur morgens), Sprudelwasser und eine Fleischtheke. „Das kommt alles noch“, sagt Ali Ceylan, der vor sieben Jahren selbst von Dortmund-Bövinghausen nach Merklinde gezogen ist.

Die Regale sind voll und Mehmet Ali Ceylan ist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr für seine Kunden da.

Die Regale sind voll und Mehmet Ali Ceylan ist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr für seine Kunden da. © Iris Müller

Vor Jahren schon hatte der Rewe in der Harkortsiedlung geschlossen, dann folgten sämtliche Kneipen und Restaurants in Merklinde - bis auf den Griechen „Naxos“. Der ehemalige Rewe steht immernoch leer. Der Grund in den meisten Fällen: zu wenig Umsatz. Ali Ceylan hofft, dass ihm das nicht auch passiert. Da sein Supermarkt der einzige im Stadtteil ist, stehen die Chancen nicht schlecht. „Wir wollten es riskieren“, sagt er.

Bereicherung für den Stadtteil

Unterstützung hat er von Willi Müller, dem Vorsitzenden des Bürgervereins „Wir sind Merklinde“, bekommen. Müller kaufte ein und verbreitete die Botschaft über seine verschiedenen Kanäle im ganzen Stadtteil. „Der Laden ist auf jeden Fall eine Bereicherung“, findet Müller.

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