Wer Geld am Automaten abheben will, soll vorsichtig sein und auf seine Umgebung achten. © picture-alliance/ dpa
Trickdiebstahl

Überfall in Bank: Frau beim Abheben vom Geldautomaten weggestoßen

Eine 70-jährige Frau aus Castrop-Rauxel wurde jetzt Opfer eines Trickdiebstahls. Ein Mann passte sie am Geldautomaten einer Bank ab. Er stieß sie zur Seite. Jetzt fehlt Geld auf ihrem Konto.

Als eine 70-jährige Frau Geld aus einem Bankautomaten ziehen wollte, wurde sie Opfer eines Trickbetrügers. Verletzt wurde sie nicht. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

Die Castrop-Rauxelerin war am Freitag gegen 13.30 Uhr am Bankautomaten der Volksbank-Filiale an der Ickerner Straße gegenüber der St.-Antonius-Kirche, um Geld abzuheben. Als sie bereits die EC-Karte in den Automaten gesteckt und ihre Pin-Nummer eingegeben hatte, stieß plötzlich ein unbekannter Mann die Seniorin zur Seite. Etwas später bemerkte die 70-Jährige dann, dass Bargeld von ihrem Konto abgehoben worden war.

Dadurch, dass die Frau bereits ihre Pin-Nummer eingegeben hatte, konnte der Täter offenbar den Geldbetrag ändern. Während viele andere Geldinstitute erst den Geldbetrag abfragen und danach die Pin, wird bei der Volksbank zuerst nach der Pin gefragt.

Höchstbetrag per Tastendruck bald nur noch 500 Euro

Generell kann ein Höchstbetrag von 1000 Euro pro Tag abgehoben werden, sagt Carsten Jäger, Pressesprecher der Volksbank Dortmund. Das ist mit einem Tastendruck möglich.

Das werde sich aber bald ändern: Im Zuge der Fusionierung der Volksbank Dortmund mit Waltrop / Henrichenburg läuft derzeit die technische Umstellung. Danach können per Tastendruck maximal 500 Euro geordert werden. Höhere Summen müssen manuell eingegeben werden. In Ickern ist diese Umstellung noch nicht geschehen.

Wie viel Geld der Trickbetrüger erbeutet hat, teilt die Polizei nicht mit. Die Seniorin wird auf dem Schaden wahrscheinlich nicht sitzen bleiben. „Der Schaden ist erst einmal Thema für die eigene Hausratversicherung, falls vorhanden“, so Carsten Jäger. „Greift die nicht, kann die Volksbank unterstützen.“ Damit verweist er darauf, dass die Bank gegen den Tatbestand der Beraubung versichert sei.

Zwei ähnliche Fälle gab es im Oktober bei der Volksbank in Kamen

Jäger weiter: „Wir haben im SB-Bereich modernste Sicherheitstechnik.“ Dazu gehören auch Kameras. Aber: „Wir raten dazu, im SB-Bereich sehr vorsichtig zu sein.“ Er hofft, dass die Polizei den Fall schnell klären kann.

Oliver Baron (l.) und Vorstandsmitglied Gregor Mersmann vor
Oliver Baron (l.) und Vorstandsmitglied Gregor Mersmann vor “ihrer” Geschäftstelle in Ickern: Hier wurde die Frau um ihr Geld betrogen. © Foto: Tobias Weckenbrock © Foto: Tobias Weckenbrock

Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 30 Jahre alt, ca. 1,60m bis 1,65m groß, sportliche Statur, dunkle zurückgekämmte Haare, er trug eine braune längere Jacke.

„Klein, Anfang 20, schlank“, diese Beschreibung lieferte die Polizei in Kamen bei zwei ähnlichen Fällen bei der Volksbank in Kamen. Ob es einen Zusammenhang gibt, kann man aber nicht sagen.

Die Kreispolizei Recklinghausen nimmt unter Tel. 0800 2361111 Hinweise zu dem Fall in Ickern entgegen, die zu dem Tatverdächtigen führen können.

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Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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